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Revsund-Granit (grau und rot):
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Kennzeichnend ist das grobkristalline, porphyrische Gefüge, das von hellgrauen bzw. weißen Kalifeldspäten dominiert wird. Gelegentlich haben die Kalifeldspäte auch einen deutlich blaugrauen Schimmer.
Biotit findet sich reichlich, manchmal Lagen oder Haufen bildend, manchmal als einzelne Körner.
Plagioklas ist weißlich-hell.
Die Quarze sind von hellgrauer oder hellgraubläulicher Farbe, gelegentlich auch gelblich.
Einige der großen Alkalifeldspäte sind idiomorph, etliche sind Karlsbader Zwillinge, erkennbar durch die Verwachsung in der Längsachse.
Bei einem Karlsbader Zwilling besteht der Kristall aus zwei Individuen, die in der Längsachse nebeneinander einen Kristall aufbauen. Dreht man so einen Kristall, spiegeln die beiden Hälften unterschiedlich auf, je nachdem, wie der Stein gehalten wird.
 
Geschiebe dieses Granits sind in Norddeutschland nicht selten. Sein helles, graubläuliches und grobkörniges Gefüge ist auffällig.
 
Das abgebildete Stück stammt aus Schweden (Ångermannland). Genauer gesagt aus dem Anstehenden von der Straße zwischen Gideå und Svedje (das liegt zwischen Umeå und Örnsköldsvik).
Es wurde mir freundlicherweise von Herrn Hildebrandt (Basedow) mitgebracht.
 

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Unterhalb sehen Sie einen Ausschnitt mit einem Karlsbader Zwilling.
Der Pfeil weist entlang der Nahtstelle zwischen beiden Hälften. Die linke Hälfte reflektiert das Licht, die rechte nicht. Bewegt man den Stein, reflektiert die andere Hälfte.
Karlsbader Zwillinge sind ein sicherer Hinweis auf Alkalifeldspat.
(Mehr zum Thema Zwillingsbildung bei Feldspäten finden Sie unter:
Einführung in die Gesteinsbestimmung)
 
Ausschnitt, Bildbreite 4,5 cm.

 
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Manchmal findet man auch die rötliche Variante des Revsund-Granits.
Das hier abgebildete Stück ist ein Nahgeschiebe aus Mittelschweden und stammt aus der Nähe von Nordingrå.

 
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Die rötliche Färbung auf den Rändern und im Inneren der Feldspäte rührt von fein verteiltem Hämatit (Eisenoxid) her.

 
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