kristallin.de  > Rapakiwis  > Rödö-Rapakiwis: Seite 1 Seite 2 Seite 3 Seite 4Seite 5
Druckansicht: Zur Normalansicht

Beschreibung von Rödö: Landschaft und Aufschlüsse
     
Hier möchte ich Ihnen ein wenig von der Umgebung zeigen, aus der die Gesteine kommen, um die es hier die ganze Zeit geht. Zur Orientierung dient die folgende Karte.
Die Ziffern (im Winkel) führen zu Fotos, die von dieser Stelle aufgenommen wurden, wobei der Winkel die Blickrichtung andeutet. Die vierstelligen Ziffern markieren Probenorte.  Karte von Rödö mit Probenorten
(Wenn Sie Bilder oder Karten für sich benutzen möchten, beachten Sie bitte die Hinweise.) Eine größere, beschriftete Karte finden Sie hier.

Probenorte auf der Insel Rödö
:
(Die Vergrößerungen sind unterschiedlich bemessen, abhängig von der Qualität der Originalbilder. Ich bitte um Nachsicht)

1090: Bucht am nordwestlichen Kontakt von Rapakiwi zu Gneis. N 62° 23′ 4″ E 17° 33′ 29″
(alle Angaben WGS 84)
Im ersten Bild links ist im Hintergrund der dunkle, svekofennische Gneis erkennbar. Er ist das Wirtsgestein, in das der Rapakiwi eingedrungen ist. Der eigentliche Kontakt zwischen beiden Gesteinen liegt unter dem Geröllstrand. Im Vordergrund der anstehende Rödö-Rapakiwi. Die Nahaufnahmen des Gerölls zeigen einen hohen Anteil an Gneis, dazu Rödö-Porphyre und einzelne Rapakiwis.

 Unten: Brekzie, die beim Eindringen des roten Rapakiwigranits in den Gneis entstand. Rechts: unterschiedliche Gefüge im Vergleich, Bildbreite etwa 50 cm.


 Unten: Verschiedene Gefügetypen des Rödö-Rapakiwis, dort in der Bucht anstehend. Beschreibungen hier

 Unten: Ziegelrote Formen des Rödö-Rapakiwis, die nur sehr eingeschränkt als Leitgeschiebe geeignet sind.  Zum Vergleich rechts außen eine rote Form des Nordingrå-Rapakiwis. Beschreibungen hier.

1539: Im Südwesten der Insel Rödö, südlich Svånken bis Ende Stenviken. N 62° 22′ 47″  E 17° 34′ 30″  Die nassen Gerölle wurden direkt am Wasser fotografiert.
 



 Gefügewechsel und Kontakte, alle Oberflächen naß. Das zweite Bild ist ein Ausschnitt aus dem ersten.



 Unten: Die Grenzflächen zwischen dem grobkörnigen Rapakiwi und dem eingedrungenen feinkörnigen Aplit in der Mitte sind unscharf und haben einen weichen, fließenden Verlauf. Das bedeutet, daß beide Gesteine während des Kontaktes noch
 heiß und fließfähig waren. Das zeigen auch die einzelnen, gerundeten Kalifeldspäte, die aus dem Gefüge links herausgelöst und in den feinkörnigen Gang aufgenommen wurden.  Die gelben Flecken sind Flechten an der Oberfläche.

 
 1540: Die Südküste der Insel Rödö, westlicher Teil. N 62° 22′ 47″  E 17° 34′ 34″ und die nähere Umgebung. Die beiden Bilder - erste Reihe, rechts - zeigen, daß der Bereich direkt am Wasser frei von Geröllen ist, sofern es einen festen
 Untergrund gibt. Ursache ist das Eis im Winter, das alles lose Gestein weit nach oben auf den Strand schiebt. Dort werden die dauerhaft trocken liegenden Gerölle im Laufe der Zeit von Flechten überwachsen.

 
Das Anstehende dort aus der Nähe:


 1542: Die Südküste von Rödö. N 62° 22′ 44″ E 17° 34′ 52″  Porphyraplit, als Gang herausstehend. Rechts die Nahaufnahme dieser Gefügevariante.

 Unten: Gerölle, die durch die Landhebung inzwischen ganzjährig trocken liegen, werden von der sehr langsam  wachsenden  Landkartenflechte (Rhizocarpon geographicum) besiedelt. Der Stein rechts ist etwa 20 cm breit, die größeren Flechten darauf sind  mehrere hundert Jahre alt.


 1537: Im Nordwesten der Insel Rödögubben. N 62° 23′ 1″ E 17° 35′ 55″  Dort ist der einzige (winzige) Sandstrand weit und breit. Die beiden Herren - Yngve und Fredrik Sundberg - haben mich von Alnö aus zu den Inseln gefahren. Ohne sie wäre all das hier nicht möglich gewesen. 

 Unterhalb: Porphyraplit im wiborgitischen Rapakiwi.


 1538: Insel Rödögubben, (mittlerer und) südlicher Teil. N 62° 22′ 56″ E 17° 36′ 6″  Die Insel ist klein, felsig und spärlich bewaldet. Der Quarzporphyr auf Seite 4 stammt von der Stelle,  die das mittlere Bild zeigt.

 Unten: Auch hier hat der winterliche Eisgang alles lose Gestein nach hinten geschoben, nur in Vertiefungen blieben einige große Gerölle liegen.


 1536: Rödskäret, südlicher Teil. N 62° 23′ 57″ E 17° 39′ 59″  Diese Schäre liegt abseits im Nordosten des Rödömassivs. Die Gefüge dort gleichen denen auf  Rödögubben und auf Rödö.


 

Zum Schluß noch die Landschaftsbilder aus der verlinkten Karte ganz oben (Ziffern 1 - 17):

Rödö, von Alnö aus (1)

 Rödö, von Skorven aus (2)

Nordwestkontakt Gneis - Rapakiwi (3)

Rödö, Westufer (4)

Rödö, Westufer (5)

Rödö, Westufer (6)

Gang bei Djuphällan (7)

Der Gang ist tief ausgewittert (7)

Blick von Rödögubben nach Rödö (8)

Südspitze Rödögubbens (9)

Nordwestspitze Rödögubben (10)

Rödö, von Rödögubben aus (11)

Anlandung Rödögubben (11)

Rödögubben von Norden her (12)

Rödhällan (13)

Blick von Nordosten (14)

Rödskäret Nordseite (15)

Rödskäret im Süden, hinten Rödö (16)

nach oben

Zum Anfang des Rödöabschnitts