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Gesteine von Bornholm
Hinweis zur Bestimmung
    Hammer Granit:
Das Gestein steht im Nordwesten der Insel an. Es zeigt besonders schön ein Kennzeichen der Bornholmgesteine: Eine über die Korngrenzen hinweg reichenden rotfleckige Verfärbung.
 
       
    Vang-Granit:
Typisch für den Vang-Granit sind Mengen rundlicher Biotitflecken. Die Feldspäte und der Quarz können zusätzlich recht dunkel ausfallen, so daß es ganz unterschiedliche Farbspiele gibt.
Im Geschiebe nicht selten und gut zu erkennen.
 
       
    Paradiesbakke-Migmatit:
Migmatite sind Gesteine, die sich kurz vor der Aufschmelzung befanden. Kennzeichnend für dieses Bornholmgestein sind neben der dunklen Grundfarbe die eingelagerten hellen Streifen.
 
       
Finnland und Ostsee
(Die Rapakiwis vom finnischen Festland finden Sie bei den Rapakiwis)

    Brauner Ostsee-Quarzporphyr:
Eines der wenigen Gesteine, die es nur als Geschiebe gibt: Er stammt vom Boden der Ostsee. Seine Grundmasse ist braunrot bis dunkelbraun, die Einsprenglinge sind reichlich vorhanden, eher klein und korrodiert. Das Gestein enthält Quarz.
 
       
    Roter Ostsee-Quarzporphyr:
Dies ist ein weiterer Ostsee-Porphyr, dessen Anstehendes unter Wasser liegt und den es nur als Geschiebe gibt.
Rote Grundmasse, rote Kalifeldspateinsprenglinge, kleine Quarze und viele schwarze Xenolithe bilden das typische Gefüge.
 
       
    Helsinkit:
Ein ungewöhnliches Gestein, das im wesentlichen aus zwei Mineralen besteht: Albit und Epidot. Es erhielt seinen Namen nach einem Vorkommen in der finnischen Hauptstadt. Helsinkite sind keine Leitgeschiebe.
 
       
    Perniö-Granit:
Stammt vom südwestfinnischen Küstengebiet. Sein Kennzeichen sind die von braunrotem Plagioklas begleiteten hellen Kalifeldspäte, die ein porphyrisches Gefüge bilden. Oft ist eine Einregelung der Kalifeldspäte zu beobachten. Das Gestein enthält Granat und ist dann als Leitgeschiebe sicher zu erkennen.
 
       
Gesteine von den Åland-Inseln: 
(Auf Åland gehören alle Gesteine bis auf den Lemland-Granit zum Åland-Rapakiwi.
Diese Beschreibungen führen Sie daher zu den Rapakiwis.)

    Åland     (neuer Text)
Hier finden Sie eine kurze Einführung zu dieser Inselgruppe. Dazu einige einfache Angaben zur Geologie dort.
 
         
    Åland-Aplitgranit
Dieser Granit ist vor allem im Süden der Hauptinsel zu finden. Es handelt sich um die feinkörnige Variante der Granite aus der Rapakiwifamilie auf Åland.
 
         
    Åland-Granit
Dieser Granit ist die Stammform der vielfältigen Gesteinsfamilie auf Åland. Ihm fehlen zwar die runden Augen, ansonsten zeigt er aber alle Kennzeichen eines Rapakiwigesteins.
 
       
    Åland-Porphyre und Porphyre allgemein     (neuer Text)
Ein kurzer Überblick über die wichtigsten Åland-Porphyre und woran man sie erkennt. Dazu Anmerkungen zu dieser Gesteinsgruppe insgesamt.
         
    Åland-Granitporphyre    (neuer Text)
Granitporphyre zeichnen sich durch eine feinkörnige Grundmasse aus. Die meisten der Åland-Granitporhyre sind gleichzeitig auch Ringquarzporphyre. Woran man die erkennt, steht hier.
 
         
    Åland-Quarzporphyre     (neuer Text)
Das sind leicht zu erkennende und im Geschiebe regelmäßig zu findende Porphyre. Ihre auffälligen Merkmale sind die gerundeten Quarze. Oft zeigen sie deutliche Korrosionserscheinungen.
 
         
   

Hammarudda-Quarzporphyr     (neuer Text)
Dieser Porphyr fällt durch seine großen gerundeten Alkalifeldspäte auf. Benannt nach einer Halbinsel im Süden von Åland kommt dieser auffällige Porphyr auch an einigen wenigen anderen Stellen auf Åland vor.

 
         
   

Åland-Quarzporphyre mit weißem Quarz     (neuer Text)
Die kleinste Gruppe von Porphyren kommt aus dem Westen Ålands. Ihre Bestimmung ist anspruchsvoll, weil man mit der Lupe nach unbeschädigten Quarzen suchen muss.

 
       
   

Bilderstrecke zu den Åland-Porphyren 
Geländefotos aus der Heimat dieser Porphyre. Neben der Hauptinsel finden Sie hier Aufnahmen von Hammarudda und von den Inseln im Westen.

 
         
    Åland-Rapakiwi
Der Rapakiwi von den Ålandinseln ist ein vorzügliches Leitgeschiebe. Er ist relativ leicht zu erkennen und weit verbreitet. Seine runden Feldspäte sind unverwechselbar.
 
         
    Åland-Ignimbrit
Pyroklastische Ströme als Folge explosiver Vulkanausbrüche lassen solche Gesteine entstehen. In Rapakiwigesteinen sind Ignimbrite allerdings eine Rarität. Dieser hier gehört zu den schönsten Gesteinen aus ganz Skandinavien.
 
         
    Åland-Rapakiwis im Geschiebe
Hier sehen Sie beispielhaft einige Geschiebe, so wie man sie im Gelände findet: Schmutzig, naß und wenig attraktiv.
Trotzdem kann man dieses Gestein relativ leicht erkennen.
 
       
    Lemland-Granit:
Dieser auffällige grobkörnige Granit ist ein schönes Leitgeschiebe für das südliche Åland. Das Gefüge wird dominiert von hellen Alkalifeldspäten und braunrotem Plagioklas.
 
         
    Haga-Granit und Mariehamn-Granit: (Rapakiwigesteine)
Zwei Vertreter aus der Gruppe der gleichkörnigen Rapakiwi-Granite. Der eine stammt aus dem Süden, der andere aus dem Norden der Hauptinsel.
 
         
    Prick-Granit: (Rapakiwigestein)
Besitzt eine gleichmäßig feinkörnige Grundmasse mit einzelnen schwarzen Biotitbutzen. Die Grundmasse besteht komplett aus graphischer Verwachsung von Quarz und Feldspat.
 
       
 
  Insel Kökar
 
    Im Südosten der Ålandinseln liegt Kökar. Westlich davon befindet sich das Anstehende des Kökar- Rapakiwis. Es handelt sich um einen separaten Pluton, der geologisch gesehen, mit Åland nicht verbunden ist. Gleichwohl ist dieses Gebiet geographisch ein Teil von Åland.  
       
    Kökar-Granit:
Auf der Insel Kökar gibt es einen bemerkenswerten Granit. Er ist auf Grund seines Gefüges sicherlich im Geschiebe bestimmbar. Das Gestein wurde in der Geschiebekunde bisher noch nicht beschrieben.
 
       
Gesteine aus der Bottensee

    Bottensee-Porphyre:
Sie finden hier einige Vertreter dieser weit gereisten Porphyre. Die Bottensee ist der Teil zwischen Schweden und Finnland, der nördlich der Åland-Inseln liegt.
 
       
    Albitfelsit-Porphyr:
Einer der Bottensee-Porphyre. Er wird hier separat vorgestellt, weil er ein auffälliges Gefüge hat und innerhalb der Bottensee-Porphyre einen großen Anteil einnimmt.