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Steine schneiden und polieren:

Wegen des großen Interesses finden Sie hier eine überarbeitete Fassung,
in der ich verschiedene Verfahren kurz vorstelle.


    
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Zuvor jedoch eine grundsätzliche
Anmerkung zu Polituren:
Auch wenn polierte Gesteine viel ansprechender aussehen als rohe, gibt es handfeste Gründe gegen das Polieren.
Wenn Sie sich für die Gesteinsbestimmung interessieren, sollten Sie bedenken, daß eine Politur nur das Gefüge, also die Anordnung der Minerale sowie deren Farbe und Form zeigt.
Welche Minerale ein Gestein enthält, wird durch eine Politur nicht deutlich, ganz im Gegenteil. Auf einer polierten Fläche können Sie keine Minerale mehr bestimmen, denn dafür brauchen Sie eine frische Bruchfläche.
Es ist unstrittig, das man mit ausreichend Erfahrung auch polierte Oberflächen deuten kann.
Aber für einen Einsteiger in Sachen Gesteinsbestimmung ist eine Politur kontraproduktiv.
Trotzdem will ich Sie nicht davon abhalten. Deshalb finden Sie hier folgende Themen:

- Steine schneiden
- Politur von Hand
- Politur mit einer Handflex
- Politur mit einer Maschine (Eigenbau)
- Politur mit einer Maschine (Kaufversion)
- Politur ganzer Steine

Was wollen Sie erreichen?

Möchten Sie einen Stein als Ganzes zum Glänzen bringen oder sind Sie an einer polierten Schnittfläche interessiert?

Für alle Methoden gilt: Zuerst wird die Gesteinsoberfläche geglättet (= geschliffen). Dabei beginnt man mit einem groben Schleifmittel. Das ist entweder loses Korundpulver oder Sie benutzen Schleifscheiben mit darauf gebundenen Körnern.
Wenn der erste (= gröbste) Korn keine Verbesserung mehr bringt, wird alles gesäubert und das nächst feinere Korn kommt zum Einsatz. Wenn dieses alle Wirkung erreicht hat, kommt wiederum das nächst feinere Schleifmaterial zum Einsatz. Dieser Weg vom Groben zum Feinen gilt immer.
Erst ganz zum Schluß kommt der eigentliche Poliergang. Die Hilfsmittel dafür sind so feinkörnig, daß sie äußerlich nicht mehr als Politurmittel erkennbar sind.

Für den Amateur sind eigentlich nur einigermaßen harte Steine polierbar. Wenn Minerale wie Feldspäte und Quarz enthalten sind, werden Sie Erfolg haben.
Kalke und andere Gesteine, die weiche Minerale wie Biotit enthalten, sind problematisch. Sie werden das aber selbst sehen und müssen nicht in die Mineralbestimmung einsteigen.
Haben Sie Geduld und stellen Sie sich auf richtige Arbeit ein - mit dem Kopf oder mit den Muskeln. Steine sind hart und Sie wollen eine extrem glatte Oberfläche erreichen. Steinpolitur kann man nicht mal eben an einem Nachmittag erfolgreich ausprobieren – ausgenommen vielleicht die Methode auf der Glasscheibe.
Wenn Sie eher ungeduldig sind, lassen Sie die Finger davon oder lassen Sie eine Maschine arbeiten. Dazu weiter unten mehr.
Alternativ können Sie ihren Lieblingsstein auch lackieren oder ölen. Der Aufwand ist gering und das Ergebnis mancher Lackierungen ist durchaus sehenswert. Das kann eine sinnvolle Alternative sein. Probieren Sie es aus.


Steine schneiden:
    
Entweder Sie bitten jemanden um Hilfe oder Sie legen sich selbst eine Maschine zu.
Helfen können Ihnen die meisten, die gewerblich mit Steinen zu tun haben.
Wenn Sie im Raum Hamburg wohnen, ist die Firma Hemmerich in Barsbüttel für Sie eine Adresse, wo Sie vor allem größere Steine gegen Bezahlung schneiden und auch polieren lassen können (Tel. 040 / 670 27 77).

Wenn Sie nicht noch wissen, ob Sie häufiger etwas schneiden wollen, ist es immer besser, jemandem ein ordentliches Trinkgeld zugeben, als eine Maschine zu kaufen, die später nur rumsteht.
Viele Leute vom Bau haben eine Flex (Trennschleifer). In der Regel mit einer Scheibe von 230 mm Ø. Damit kann man etwa 10 cm Schnitthöhe erreichen. Sie sehen eine Flex auf dem ersten Bild der Bilderserie zur Politur.
Nachteilig ist der Staub, der beim Schneiden mit der Flex entsteht, denn mit dieser Maschine wird trocken geschnitten. Sie brauchen daher einen geeigneten, schmutzunempfindlichen Platz zum Arbeiten. Außerdem ist jeder Trockenschnitt nur zweite Wahl. Wassergekühlte Trennschnitte werden in aller Regel deutlich glatter.
    
Für kleinere Steine eignet sich eingeschränkt auch eine Fliesenschneidemaschine mit Diamantblatt und Wasserkühlung. Nachteilig ist deren geringe Leistung. Wenn Sie mit einem  5 cm "dicken" Stein etwas drücken, bleibt sie stehen – sie ist ja auch nur für Fliesen gedacht.
Vor einem Diamantsägeblatt brauchen Sie keine Angst zu haben, sofern es geschlossen, also ohne sichtbare Lücken im Umfang ist. Die winzigen Diamanten, die die eigentliche Arbeit machen, verletzen Ihre Haut nicht. Sie können gefahrlos das laufende Blatt berühren. Nicht umsonst sägt der Chirurg einen Gipsverband mit der Diamantsäge auf! Nur den Fingernagel sollten Sie nicht dagegen drücken, denn der ist hart genug, um geschnitten zu werden.
Die wichtigen Eckdaten einer Säge sind die Leistung des Motors und die maximale Größe des Sägeblattes, denn letzteres entscheidet über die mögliche Schnitthöhe, also den Durchmesser der Steine, die Sie sägen können.
Nach meiner privaten Meinung wird den Vorrichtungen zum Einspannen der Steine etwas zuviel Aufmerksamkeit geschenkt. Ich habe mit verschiedenen Sägen gearbeitet und spanne die Steine nie ein. Man kann eine Gesteinssäge wie eine Kreissäge benutzen und den Stein gut mit beiden Händen führen. Auch dann kann der Schnitt exakt und gerade ausfallen, schließlich führt ja auch das Blatt.
Das Drehen der Steine im Blatt sollte man möglichst vermeiden. Man gewinnt zwar Schnitthöhe, aber die Schnittfläche bekommt Absätze, die später mühsam wieder abgeschliffen werden müssen.

Politur von Schnittflächen:

1.) Für Asketen: Handpolitur auf Glasscheiben.
    
Vorteil: Das mit Abstand preiswerteste Verfahren. Es sind sehr gute Ergebnisse möglich – das hängt ausschließlich von Ihnen ab. Nachteil: Es strengt an.
Das Verfahren: Der gesägte Stein wird mit der Schnittfläche nach unten auf eine kleine Menge angefeuchtetes Korundpulver gedrückt und mit kreisender Bewegung geschliffen. Die Glasplatte, auf der das alles stattfindet, sorgt für die ebene Fläche. Nach jeder Körnung muß alles penibel gesäubert werden, sonst schleppen Sie grobe Körner in den nächstfeineren Arbeitsgang. Alternativ benutzt man mehrere Glasplatten, dann müssen Sie nur die Probe säubern.
Glasscheiben kann man überall gebraucht bekommen, Kratzer stören nicht. Sie müssen nur das Korundpulver kaufen. Das Geräusch beim Arbeiten ist mäßig, ebenso der Schmutzanfall. Schleifpulver und Abrieb NIEMALS in die Toilette! Das ist der sichere Weg zur Verstopfung (der Toilette).

2.) Schliff und Politur mit der Handflex.
  
(Eine Bilderserie zu diesem Verfahren finden Sie auf der nächsten Seite.)

Vorteil: Sehr schnelles Verfahren. Vom Schnitt bis zur fertigen Politur in ca. einer Stunde.
Nachteil: Laut und schmutzig. Sie benötigen eine regelbare Handflex, dazu das Schleifmaterial in Form diverser Klettscheiben (vom Fachhandel für Steinmetze, nicht aus dem Baumarkt)
Es findet bei Gesteinen, die sehr weiche Minerale enthalten, ein etwas unterschiedlicher Abtrag statt. Sie sehen das beim seitlich Blick auf die Politur – die weichen Minerale sind etwas vertieft. Die Polituren sehen aber trotzdem gut aus.
Mit diesem Verfahren habe ich viele Steine mit guten Ergebnissen bearbeitet. Wenn Sie einen Garten oder abgelegenen Platz haben, ist diese Methode anwendbar. Es ist körperlich etwas anstrengend. Außerdem sollten Sie keine Angst vor Maschinen haben, da Sie den Stein und die Flex in Ihren Händen halten.
Das Verfahren: Der vorher geschnittene Stein wird mit Hilfe der langsam laufenden, kleinen Flex in Etappen geschliffen und dann poliert. Alle Arbeitsgänge finden trocken statt – also mit Staubentwicklung. Die Flex ist nicht ganz leise. Außerdem müssen Sie dabei aufdrücken - mit Gefühl.

Sehr schöner Nebeneffekt für Handwerker: Mit dieser Ausrüstung können Sie zusätzlich alle Messer, Scheren und Beile schleifen und haben außerdem eine sehr praktische Methode zur Oberflächenbearbeitung von Holz und Stahl.

3.) Gesteinsschliff mit einer selbstgebauten Maschine.
   
Hier stelle ich etwas Neues vor.

Wegen des Staubs und der Geräuschkulisse habe ich zu Alternativen für die Handflex gesucht. Herausgekommen ist eine Naßschleifmaschine, die exzellente Ergebnisse in kurzer Zeit liefert und sehr leise läuft. Nachteil: Teuer, trotz Selbstbau.

Dazu habe ich ein Schleifverfahren aus der Materialprüfung mit einer Töpferscheibe kombiniert.
Das Arbeitsprinzip ist folgendes:
Eine flexible und selbstklebende Diamantschleifscheibe wird auf eine dünne Stahlscheibe geklebt. Diese Trägerscheibe wird auf die Antriebsfläche der Schleifmaschine gelegt. Dort besteht die oberste Schicht aus eine Magnetfolie, deren Magnetseite nach oben zeigt. Diese Magnetfolie hält die Scheibe beim Schleifen fest.
Zum Wechseln der Körnungen wird einfach die Schleifscheibe abgehoben und die nächstfeinere aufgelegt.
Die Haltekraft einer ganz gewöhnlichen Magnetfolie reicht völlig aus, die Schleifscheibe festzuhalten, zumal man beim Arbeiten mit dem Stein von oben auf die Scheibe drückt.
Man benötigt für jeden Arbeitsgang eine Metallscheibe mit einer Diamantfolie der gewünschten Körnung.
Im Fünferpaket gekauft, ist der Preis dieser Trägerscheiben nicht allzu hoch. Teuer sind dagegen die Diamantfolien. Ich arbeite mit dem größten Durchmesser (300 mm). Da kostet eine Scheibe zur Zeit etwa 180 Euro. Davon brauchen Sie mehrere allein für das Schleifen. Dazu kommt dann noch die Politur.
Zur Schleifmaschine selbst: Die ist in der Industrieausführung unbezahlbar.
Als Ausweg habe ich eine gute Töpferscheibe zur Schleifmaschine gemacht.
Die Umrüstung beschränkt sich darauf, eine Magnetfolie auf die Töpferscheibe zu kleben. Das ist alles. Das Zubehör, also die Trägerplatten und die Diamantfolien sind Originalware aus der Industrie.
Eine Bilderserie zu dieser Maschine finden Sie hier.
  
Die nötige Wasserkühlung kommt aus einem Schlauch direkt aus dem Hahn. Der Wasserverbrauch ist so niedrig, daß ich mehrere Steine schleifen kann, bevor ein Eimer voll ist. Den Eimer zu wechseln ist viel einfacher, als einen Kreislauf mit Umwälzpumpe zu betreiben.
Die Wasserkühlung dient hauptsächlich dazu, die Diamanten zu schonen. Die sind schließlich nur aus Kohlenstoff, also hitzeempfindlich. Wenn die Schleifscheibe mit einem dünnen Wasserstrahl benetzt wird, reicht das völlig aus.
Die Umdrehungsgeschwindigkeit liegt bei etwa 250 bis 300 U/min. Dann spritzt das Wasser nur sehr wenig und das Arbeiten ist komfortabel.
 
Das Arbeiten mit den wassergekühlten Diamantscheiben brachte mir einen deutlichen Qualitätsgewinn, außerdem kann ich jetzt drinnen arbeiten. Die Schliffe sind jetzt absolut eben und auch empfindlichere Gesteine und kleinste Stücke sind hervorragend bearbeitbar. Diese selbstgebaute Maschine eignet sich ohne Einschränkungen für die Herstellung von Dünnschliffen.
Wichtig ist, daß Sie nicht an der falschen Stelle sparen. Die Töpferscheibe ist beste Qualität. Die Arbeitsfläche läuft ohne jedes Spiel perfekt plan und der Antrieb tut, was er soll.
Obwohl der Motor am normalen Netz hängt und sehr leise ist, entwickelt die Leistungselektronik einen solchen Durchzug, daß ich auch mit kräftigstem Aufdrücken beim Schleifen die Maschine nicht anhalten kann.
Diese Töpferscheibe ist jeden Euro wert und auch gebraucht zu bekommen.
Der Hersteller ist die Firma Hoppe und Schneider aus Heidelberg. (www.hsl-gmbh.com).
  
Zur Zeit mache ich die anschließende Politur noch nach dem alten Verfahren. Vor allem deshalb, weil ich das Gerät (Handflex) und die Polierscheiben schon vorrätig habe. Ich schleife also mit der Naßschleifmaschine bis zur feinen Körnung und poliere den Rest mit der Handflex.
Das Polierzubehör für den Naßschliff gibt es natürlich auch im Handel.

Wichtig ist, daß Sie bei jeder Form von Naßschliff auf Ihre Fingerkuppen achten!
Die Diamantscheiben tragen auch Ihre Haut ab, wenn Sie mit dem Finger längere Zeit auf die rotierende Schleifscheibe drücken. Wegen der Wasserkühlung ist das völlig schmerzfrei, auch wenn inzwischen die Haut ab ist. Sie bemerken nur eine Verfärbung des Kühlwassers und verderben sich die Gesteinsproben.

Es gibt zwei Typen von Diamantscheiben. Mit geschlossener Beschichtung und mit genoppter Oberfläche. Ich bin mir noch nicht schlüssig, ob es deutliche Unterschiede im Gebrauchswert gibt. Es könnte sein, daß die genoppten Oberflächen besser abtragen.
Sie sehen eine Nahaufnahme einer solchen aufgeklebten Scheibe in der Bilderserie.

Bei den beiden folgenden Händlern für diese flexiblen und aufklebbaren Diamantscheiben wurde ich gut bedient (in alphabetischer Reihenfolge). Es gibt mit Sicherheit noch viele weitere Händler
- Fa. Buehler, In der Steele 2, Düsseldorf, Tel. 0211/ 974100 (www.buehler-met.de)
- Hirschler Oberflächentechnik, Surenkamp 6, 21224 Rosengarten, Tel. 04108/6013,
www.hirschler-schleiftechnik.de

4.) Politur für „Faule“: Flachschleifmaschinen.
  
Vorteil: Erprobtes Verfahren, kein körperlicher Einsatz nötig.
Die Politurergebnisse sind teilweise sehr gut. Nicht geräuschlos, aber akzeptable Lautstärke. Die Maschine ist in einer Etagenwohnung nur eingeschränkt verwendbar, im Keller wahrscheinlich problemlos zu betreiben.
Nachteil: Der Zeitbedarf ist erheblich. Eine Politur dauert mehrere Tage, allerdings werden in der Regel gleich mehrere Steine bearbeitet. Das Verfahren ist bewährt und erfordert keinerlei technische Kenntnisse oder Geschick. Der Schleifteller unterliegt der Abnutzung und muß irgendwann ersetzt werden.

Der Ablauf ist folgender: Die geschnittenen Steine werden mit der Schnittfläche nach unten auf den Schleifteller gelegt, dazu etwas Wasser und Korundpulver oder ein anderes, hochwertiges Schleifmittel. Beim Arbeiten vibriert der Schleifteller so schnell, daß die Steine sich nur langsam mitbewegen können und deshalb auf der Unterseite Abrieb stattfindet. Der Durchlauf mit der ersten Körnung dauert am längsten, da hier alle groben Unebenheiten abgetragen werden müssen. Je besser der vorherige Schnitt, desto schneller (und billiger) der Schliff und die nachfolgende Politur.
Mir wurde gesagt, daß man sogar ganz auf den Schnitt verzichten könne, wenn der Stein schon eine einigermaßen ebene Fläche hat. Vermutlich steht dann aber die Arbeitszeit und der Verschleiß am Teller in keinem vernünftigen Verhältnis zum eingesparten Schnitt.
Ich arbeite mit anderen Verfahren (siehe oben) und zeige diesen Maschinentyp deshalb, weil es sich um eine sinnvolle Alternative handelt.


Die Abbildung stammt aus der Internetseite der Firma Homberg & Brusius.
   
Sie sehen auf dem Bild zwei Maschinen, bei denen jeweils Gesteinsproben oben auf dem blanken Schleifteller liegen. Diese Flachschleifmaschinen werden von der Firma Homberg und Brusius hergestellt. Auch die weitere unten vorgestellten Maschinen (Trommel und Spirator) stammen aus dem gleichen Hause.



Politur ganzer Steine:
     
Kleinere Steine lassen sich als ungeschnittene Stücke mit vertretbarem Aufwand nur maschinell polieren. Sie sollten nicht zu groß sein, maximal etwa wie eine mittlere Kartoffel oder Tomate.

Das Polieren ganzer Steine wird gern als „trommeln“ bezeichnet. Eine von zwei Maschinentypen, die sich dafür eignen, besteht in der Tat aus einer rotierenden Trommel.
Die grundsätzliche Verfahrensweise ist folgende: Mehrere Steine werden zusammen mit dem Schleifpulver und etwas Wasser in einen Behälter gesperrt und alle zusammen dann über viele Stunden hinweg bewegt. Dabei reiben sich die Steine und das Schleifmaterial aneinander und die Oberflächen glätten sich. Auch hier beginnen Sie mit einem groben Korn und arbeiten sich langsam zum Feinen.
Der Zeitbedarf beim Trommeln ist nicht gering. Gehen Sie von mindestens einem Tag pro Schleifgang aus, also 24 Stunden ununterbrochene Bewegung - oder auch deutlich länger. Das hängt vom Material und der Füllmenge ab.
Eine solche Apparatur macht Geräusche. Sie können die Maschine nicht im Schlafzimmer oder dicht an der Wand zum Nachbarn laufen lassen.
Da ich selbst nur Schnitte poliere, sollten Sie genaue Informationen bei Leuten einholen, die dieses Verfahren praktizieren. Das betrifft die Maschinen selbst, die Schleifmittel und den Zeitbedarf. Von Thomas Budler weiß ich, daß es ziemlich lange dauern kann, bis eine Ladung Trommelsteine fertig ist.
Ausführliche Informationen zu diesem Thema finden Sie auf der sehr informativen Internetseite von Jürg Käser.
Eine Trommelmaschine (die von Thomas Budler) sieht so aus:
(Diese hier steht in einer Abseite wegen der Schalldämpfung)
    

Die beiden Gummitrommeln rotieren während des Schleifganges.

Der Blick in eine geöffnete Trommel


Unten: Eine Auswahl an Schleifpulver.
   



Diese Schleifpulver sind die gleichen, die Sie auch für die sportliche Variante mit den Glasscheiben benutzen.
Firmen, die solche Schleifmittel anbieten, sind z.B. Fa. Krantz oder Fa. Eigner.

Eine weiterer Maschentyp ist der Rüttler.
Die Funktionsweise ist ähnlich wie bei Trommel, mit dem Unterschied, daß hier die Durchmischung in einem von oben befüllten Behälter abläuft und (nach Herstellerangaben) deutlich schneller gehen soll.
Ein solcher Rüttler sieht so aus.



Das Foto stammt von der Internetseite der Firma Hamag-Maschinenbau. Das Gerät heißt dort Spirator.
Alle oben erwähnten Firmen bieten solche Geräte an.

Auf den nächsten beiden Seiten sehen Sie die bereits beschriebenen Alternativen zu gekauften Geräten als Bilderserien.

Bitte beachten Sie:
   
Es gibt von allen hier besprochenen Maschinen - sei es eine Schleifmaschine oder eine ganz gewöhnliche Flex - auch billige Kopien. Letztere sind nichts anderes als Betrug.
Kaufen Sie sich Ihre Maschinen bei den Herstellern oder im Fachhandel.
Baumärkte sind kein Fachhandel und nur sehr eingeschränkt zu empfehlen. Sie bekommen dort auch Sachen angeboten, die man nur als Schrott bezeichnen kann. Auch das Wissen des Personals in Baumärkten ist gelegentlich erschütternd.
   
Eine gebrauchte Maschine eines einheimischen Herstellers, den Sie telefonisch erreichen können, ist erheblich mehr wert als eine neue aus China.

Über andere Varianten (Penny, Aldi, Lidl etc.) rede ich überhaupt nicht. Das unterbezahlte Personal dort kann nichts dafür – aber Sie.