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Amphibole bilden
eine überaus vielfältige Gruppe dunkler Minerale.
Je nachdem, welche „Zutaten“ im Gestein vorhanden sind, bilden sich die
unterschiedlichsten Kombinationen. (Eine Liste finden Sie hier am Ende.)
„Hornblende“ ist die Bezeichnung einer Gruppe besonders häufiger Amphibole. Jede Hornblende ist
ein Amphibol, aber nicht alle Amphibole sind Hornblenden.
Da Hornblende und die meisten anderen Amphibole in den Gesteinen mit bloßem Auge ohnehin nicht zu
unterscheiden sind, kann man auch einfach bei „Amphibol“ bleiben. Damit
macht man nichts falsch. Mit "Amphibol" ist dann immer die ganze
Mineralgruppe gemeint, kein Einzelmineral mit einer spezifischen
Zusammensetzung.
Amphibole bestimmen:
Die meisten Amphibole sind schwarz.
Dunkelgrüne, schwarzgrüne und graue Tönungen kommen vor. Einen blauen
Amphibol (Glaukophan) findet man in Blauschiefern.
Die für die Bestimmung wichtigsten Eigenschaften aller Amphibole sind
- a) ihre gute
Spaltbarkeit und
- b) das Auftreten charakteristischer Winkel zwischen den
Spaltflächen.
Gute Spaltbarkeit bedeutet, daß selbst kleinste Amphibolkörner beim
Zerbrechen schöne glatte Spaltflächen zeigen. Diese Flächen sind immer lebhaft glänzend, was auch einem Laien
sofort auffällt.
Der Unterschied zum ebenfalls schwarzen Biotit ist mit
bloßem Auge zu sehen, aber nicht ganz einfach zu beschreiben. Biotit
spiegelt „weich“, da die Glimmer meist etwas verformt sind.
Amphibole dagegen haben fast immer glatte Reflexionsflächen, die alle gleich
ausgerichtet sind, auch wenn der Kristall quer durchgebrochen ist. Alle Spaltflächen
liegen parallel und spiegeln daher
gleichzeitig. Im Licht bewegt, spiegelt ein Amphibol als Ganzes
„ruckartig“ auf.
Dieser Unterschied ist leicht zu erkennen, aber man muß dazu das
Spiegeln von Biotit und Amphibol gezielt vergleichen. Wenn man
die dunklen Minerale in verschiedenen Gesteinen genau beobachtet,
sieht man den Unterschied sofort.
Nehmen Sie eine Lupe und schauen Sie nach. Biotit ist an
den dünnen Blättchen und Schuppen, die sich leicht verbiegen lassen,
leicht erkennbar. An einem normalen Amphibol ist nichts biegbar. Sie können ihn
nur ritzen, die Härte liegt bei ca. 6.
Um Amphibole in Gesteinen zu erkennen, hilft üben. Es ist
nicht schwer.
Sie brauchen dazu frische Bruchflächen und etwas Geduld. Wenn Sie den
Unterschied zwischen den verschiedenen, glänzenden(!), dunklen Mineralen
das erste Mal sehen, haben Sie ein Aha-Erlebnis. Von da ab ist es
einfacher.
Am einfachsten ist es, wenn Sie an einem einen Granatamphibolit üben.
Wenn Sie keinen haben, können Sie auch in Rapakiwigraniten suchen. Diese
Granite gibt es im Geschiebe praktisch überall und sie enthalten neben
Biotit auch oft Hornblende (= Amphibol).
Wenn Sie keinen Rapakiwi finden, suchen Sie in Gesteinen, die
schwarz-weiß aussehen. Solche Steine enthalten oft Biotit und
Amphibol zusammen. Schauen Sie mit der Lupe die dunklen Minerale an und
vergleichen sie alle miteinander. Wenn es zwei verschiedene gibt, ist
eines davon mit großer Wahrscheinlichkeit Amphibol.
Das zweite, sichere Kennzeichen von Amphibolen sind deren Spaltwinkel.
Die folgenden Bilder zeigen diese Winkel an einem sehr klaren Beispiel.
In den allermeisten Gesteinen finden Sie diese Winkel allerdings nur mit
einer Lupe.
Auch hier gilt: Haben Sie Geduld, am Anfang ist es etwas mühsam. Oft
sind diese Winkel sehr klein, manchmal fehlen sie ganz.
Spaltwinkel
in Amphibolen:
Wenn ein Amphibolkristall zerbricht, bilden die Spaltflächen gemeinsame
Kanten, die eine sichtbare Längsausrichtung zeigen. Auf dem folgenden
Bild ist diese Ausrichtung durch eine Strichlinie markiert. Diese Richtung ist die Hauptachse
(c-Achse) des Kristalls.
Das abgebildete Stück ist ein großer, zerbrochener
Amphibolkristall. Alle Flächen sind Spaltflächen.

Um die charakteristischen Winkel zu sehen, muß man möglichst in Richtung
des Pfeils schauen. Entlang der c-Achse bilden die Spaltflächen
miteinander einen Winkel von ca. 120° bzw. ca. 60°. Diese Winkel
suchen Sie!
Das nächste Bild zeigt das gleiche Handstück, Blickrichtung
von oben her.

Dieser Blick auf das Ende eines Kristalls wird auch als
„Kopfschnitt“ bezeichnet.
Die Winkel, um die es geht:

Die Winkel von etwa 120 ° und 60° sind charakteristisch. Wenn die
Spaltflächen solche Winkel bilden, ist das Mineral definitiv ein
Amphibol.
Pyroxene unterscheiden sich an dieser Stelle deutlich. Sie zeigen
Winkel, die etwa 90° betragen – sofern man überhaupt welche findet.
Das oben abgebildete Amphibolstück ist ungewöhnlich groß. Ich zeige es,
weil es überdeutlich erkennen läßt, wonach Sie suchen müssen.
Die Amphibole in normalen Gesteinen sind nie so
groß. Wenn Sie jedoch bei ausreichend Licht mit der Lupe glänzende,
schwarze Minerale aus verschiedenen Richtungen genau anschauen, werden
Sie die gleichen Winkel wie auf den Bildern hier finden.
Wunsch und Wirklichkeit:
In der Literatur wird gern auf die Winkel im Kopfschnitt verwiesen.
Leider werden Sie aber so gut wie nie einen Kopfschnitt finden.
Was Sie sehen werden, ist, daß die glänzenden Spaltflächen gemeinsame
Kanten bilden. Auf dem nächsten Bild sind diese Kanten mit roten Pfeilen
markiert.

Halten Sie die Probe schräg und peilen Sie in Richtung der roten Pfeile.
So können Sie die entscheidenden Winkel (grün) erkennen.
Sie müssen eigentlich nur abschätzen, ob diese Winkel etwa 60°/120°
betragen oder ob sie eher rechtwinklig sind. Minerale mit Winkeln
von 60° bzw. 120° sind Amphibole.
Achten Sie darauf, nicht aus Versehen die Winkel zwischen den Bruch- und
Spaltflächen zu untersuchen. Oben sind die Bruchflächen als rauhe,
unebene und nicht spiegelnde Ebenen zu erkennen (violette „B“).
Im nächsten Bild nähern wir uns den tatsächlichen Verhältnissen. Der
längliche Kristall
spiegelt lebhaft. Das ist ein erster Hinweis auf Amphibole.

Innerhalb des Ausschnitts interessieren die Längskanten. Dort
findet man Spaltwinkel.
Sie peilen entlang der Längskanten (Pfeil). Schon aus der Fotoperspektive kann
man sehen, daß der Winkel zwischen den Flächen deutlich größer als 90°
ist

Genau so untersuchen Sie auch kleinste schwarze Minerale in den
Gesteinen.
Selbst bei Mineralkörnern von wenigen Millimetern kann man die
Spaltwinkel finden.
Sie brauchen aber eine 10fach vergrößernde Lupe und
gutes Licht.
Wenn Sie die ersten Amphibole gefunden haben, sind alle anderen danach
viel leichter zu entdecken.
Einen weiteren Hinweis auf Amphibole liefert die äußere Gestalt dunkler
Minerale.
Amphibole bilden
gern länglich gestreckte, schlanke Kristalle.
Wenn Sie solche Einsprenglinge sehen, sollten Sie an Amphibole denken.

(Hornblendegarbenschiefer)
Solche großen, schlanken und nadeligen Kristalle in feinkörnigen,
massigen oder auch geschieferten Gesteinen sind immer metamorph
gewachsene Amphibole. Man bezeichnet
sie als Porphyroblasten. ("Blastesis" = griechisch für "das Keimen",
"das Wachsen")
Es gibt
allerdings einen Doppelgänger, der ebenfalls schlank und schwarz
aussieht:
Ägirin, der aber ein Pyroxen ist.
Ägirin findet man in Gesteinen mit einem Überschuß an Natrium. Bestimmte
Alkaligesteine enthalten es regelmäßig. Im Geschiebe ist das vor allem
der
Särna-Tinguait. (Sehr viel seltener noch findet man den
Grorudit, der ebenfalls Ägirin enthält.)
Die Chance, einfach so ein Gestein mit Ägirinnadeln zu finden, ist viel
kleiner, als eines mit Amphibolen. Letztere sind einfach viel häufiger.
Besondere Amphibole:
Ein einziger Amphibol sieht blau aus: Glaukophan.
Glaukophan ist ein typisches Mineral der
Hochdruck-Niedertemperatur-Metamorphose. Solche Bedingungen sind im
Norden Mangelware, deshalb zeige ich hier eine Probe aus den Alpen.
Die meisten Metamorphite,
die man im Geschiebe findet, sind bei hohen Temperaturen und einem
weiten Druckbereich gebildet worden (Hochtemperatur-Niedrigdruck bis
Hochtemperatur-Hochdruck).
Glaukophan ist nicht immer so intensiv gefärbt wie hier, er kann auch
graublau sein.
Er kommt unter anderem in Blauschiefer vor, für dessen Farbe er
verantwortlich ist.
 
Glaukophan (blau), Granat (braun), Jadeit (grün) in Blauschiefer.
Herkunft: Aostatal, Italien
Glaukophan kann sich nur bei hohem Druck und gleichzeitig tiefen
Temperaturen bilden.
Das Ausgangsgestein muß dabei basische Zusammensetzung haben.
Die Probe, aus der der Ausschnitt hier oberhalb stammt, ist
anpoliert. Im Ganzen sieht das Gestein so aus:
 
Blauschiefer aus dem italienischen Aostatal.
Die Anwesenheit von Granat und Jadeit, einem Hochdruckpyroxen, beweist,
daß dieser Blauschiefer sehr hohen Drücken ausgesetzt war. Wird ein
Blauschiefer bei weniger hohen Drücken gebildet,
fehlen diese beiden druckbetonten Minerale.
Blauschiefer ist ein eher seltenes Gestein, denn er benötigt besondere
geologische Rahmenbedingungen. Zum einen braucht es eine schnelle Subduktion, bei der
schnell hohe Drücke bei noch mäßigen Temperaturen
erreicht werden. Zusätzlich bedarf es danach einer tektonischen Hebung
bis zur Erdoberfläche - andernfalls würden der Blauschiefer ja in großer
Tiefe stecken bleiben oder gar im Erdmantel verschwinden. Diese Kombination aus schneller Versenkung
und
anschließendem tektonischen Aufstieg ist nur selten gegeben,
deshalb ist ein Blauschiefer kein alltägliches Gestein.
Ein weiterer, ziemlich seltener Amphibol ist Gedrit.
Er ist immer
metamorphen Ursprungs und bildet sich aus Sedimentgesteine
mit erhöhtem Magnesium- und Aluminiumgehalt.
Gedrit ist meist braun, grau, grünlich oder schwarz gefärbt und neigt zu
faserig-büscheligen Kristallen. In
Skandinavien kommt es an mindestens zwei Stellen vor: Im Süden Norwegens
(nordwestlich von Drammen) und in Schweden in Dalarna bzw. in Bergslagen
(bei Skyshyttan).
Der Gedrit aus Dalarna sieht so aus:
 
Gedrit in Leptit, anstehend in Skyshyttan, Schweden.
Probe aus dem
Naturmuseum in Groningen/NL.
Geschiebe von Gedrit sind bereits gefunden worden. Mehr zu diesem
Gestein finden Sie bei den
Amphiboliten.
Manche Amphibole sind so langgestreckt, daß sie sehr dünne,
elastisch biegsame Fasern bilden. Diese Fasern findet man zum Beispiel als Gangfüllungen, wobei die Fasern
quer von Wand zu Wand gewachsen sind.
Der bekannteste dieser faserigen Amphibole ist Krokydolith (= Asbest).
Asbest ist nichts
anderes als ein natürlicher Amphibol. Um diese Fasern zu nutzen, wird
Krokydolith versponnen und zu Geweben verarbeitet. Solche Asbestgewebe
vertragen extreme
Temperaturen - schließlich bestehen sie nur aus Mineralfasern
und sind unbrennbar. Einzig die karzinogene Wirkung von kleinsten,
eingeatmeten (!) Fasern trübt das Bild. Asbest als Mineral ist ungiftig
und harmlos, solange man ihn nicht zerstäubt und einatmet.
Wenn dieser Krokydolith nachträglich
verkieselt, entsteht ein attraktives, goldbraunes und hartes Gestein, in dem
man die ehemaligen Asbestfasern noch schön erkennen kann. In polierter Form
wird es als Schmuckstein ("Tigerauge") verkauft.
Nach diesem
Ausflug in die Mineralogie zurück zu den skandinavischen Gesteinen:
In den Gesteinen des nordischen Geschiebes ist der Amphibol meist
weniger spektakulär. Langgestreckte, schlanke Kristalle findet man ab
und zu, meist ist Amphibol aber eher kompakt. Auffallend ist jedoch
immer der
lebhafte Glanz auf den Spaltflächen. Daran kann
man dieses Mineral gut erkennen.
Pyroxene zeigen im Unterschied zu den Amphibolen häufig einen
etwas gedämpfteren Glanz und so gut wie nie eine ausgeprägte Spaltbarkeit. Im
Gegenteil. Wenn Sie trotz Suche keine vernünftigen Spaltflächen finden,
sollten Sie an Pyroxene denken.
Dunkle Einsprenglinge in Vulkaniten sind übrigens fast immer Pyroxene.
Zur
Entstehung von Amphibolen:
Die meisten Gesteine im
Geschiebe, die reichlich Amphibole enthalten, sind metamorph entstanden.
Ein typisches Beispiel ist
Granatamphibolit
bzw. granatführender Amphibolit. Einen vergrößerten Ausschnitt aus
einem typischen Vertreter sehen Sie hier:
 
Granatführender Amphibolit, Geschiebe von der Insel Als, Dänemark.
Bildbreite 2 cm
Alles schwarze Mineral hier ist Amphibol. Die braunen Körner sind
Granate, das weiße Mineral ist Plagioklas. Da der Granat hier weniger
als 5 %
des Volumens einnimmt, handelt es sich um einen granatführenden
Amphibolit. Bei mehr als 5 % wäre es Granatamphibolit.
Amphibole, die so aussehen, finden Sie in vielen Geschieben. Mit einer
guten Lupe und genügend Licht sind die Spaltwinkel erkennbar, wenn man
sie sucht.
Alle Gesteine, die die Bezeichnung „Amphibolit“ tragen, sind metamorphen
Ursprungs.
Ein Amphibolit soll zu mindestens 40 % aus Amphibol bestehen, wobei die
IUGS-Empfehlung sogar nur 30 % verlangt - siehe auch VINX 2007. Zweites
Hauptmineral ist dann meist Plagioklas.
Alle Amphibole
enthalten OH-Gruppen, das heißt, sie benötigen Wasser zu ihrer Bildung.
Daraus folgt, daß sie ein kleineres Stabilitätsfeld als die wasserfreien
Pyroxene haben. Sehr hohe Drücke und/oder hohe Temperaturen führen zum
Zerfall der Amphibole und zur Bildung von Pyroxenen. Rückwärts können
sich die Amphibole wieder aus den Pyroxenen bilden, sofern Wasser
vorhanden ist und Drücke und Temperaturen nachlassen. Diesen Prozeß
nennt man dann retrograde Metamorphose ("rückwärts laufend“).
Beispiele finden Sie bei den
Granatcoroniten.
Neben den metamorph gebildeten Amphibolen gibt es auch
magmatische
Amphibole.
Beide sind für sich allein nicht zu
unterscheiden. Die Art des Gesteins, in dem ein Amphibol auftritt, gibt
in der Regel Auskunft über die Entstehung der Amphibole.
Gesteine mit magmatischen Amphibolen
sind hauptsächlich Diorite,
Hornblendegabbros, Gabbros sowie einige Granite/Granodiorite.
Hornblendegabbros
und Gabbros
enthalten neben Plagioklas und Hornblende noch Pyroxen in
unterschiedlichen Mengen. In Hornblendegabbros nur sehr wenig (< 5 %),
in normalen Gabbros deutlich mehr. Alle diese Gesteine sind
schwarz-weiß und können sehr dunkel sein.
Diorite sehen ebenfalls schwarz-weiß aus. Sie haben jedoch meist einen höheren Plagioklasanteil und sind daher
tendenziell heller als Gabbros. Sie enthalten neben Amphibol auch oft Biotit. Gabbros und
Diorite unterscheiden sich in der Zusammensetzung der Plagioklase.
(Eine genauere Vorstellung dieser Gesteine erfolgt separat.)
In Rapakiwigraniten gibt es ebenfalls regelmäßig Hornblende, meist
zusammen mit Biotit.
Selten sind Hornblendite. In diesen magmatischen Gesteinen liegt der Plagioklasanteil
unter 10 %. Solche Gesteine mit weniger als 10 % hellen Mineralen nennt man
Ultramafite. Damit das Gestein ein Hornblendit sein kann, muß bei den dunklen Mineralen (Pyroxen, Olivin und Hornblende)
der Olivinanteil kleiner als 40 % sein, also Pyroxen und Hornblende
zusammen mehr
als 60 % des Volumens einnehmen. Wenn von diesen beiden dann die Hornblende überwiegt, handelt es sich
um einen Hornblendit.
Der folgende stammt aus Blekinge, nordwestlich von Karlskrona in
Schweden. Alles schwarz glänzende Mineral hier ist magmatisch gebildeter Amphibol.
(H. Wilske und R. Perry legit.)
Die
Unterscheidung von magmatischen und metamorphen Amphibolen kann
schwierig sein.
Fehlt der geologische Zusammenhang, was bei Geschieben
ja immer der Fall ist, kann das Gefüge Hinweise geben. Ungeregelte
Gefüge wie hier oberhalb mit stark verzahnten Korngrenzen weisen
tendenziell auf magmatische Bildung. Ebenso auffällige
Größenunterschiede bei den Amphibolen. Man findet also kleine und große
Kristalle nebeneinander.
In Dioriten oder Hornblendegabbros sind die Amphibole von gedrungenem Habitus,
teilweise auch idiomorph, aber nicht lang und nadelig.
Amphibole in Vulkaniten:
In Vulkaniten sind Amphibole als sichtbare Einsprenglinge selten. In
diesen Gesteinen sind die dunklen Kristalle überwiegend Pyroxene.
Ein Beispiel für Hornblende in einem (stark verwitterten) Basalt sehen
Sie hier:
 
Hornblende im Basalt. Rosenberg bei Kassel, Deutschland
Aber die Amphibole in den vulkanischen Gesteinen zeigen gut ausgebildete Spaltbarkeiten, die es bei
Pyroxenen so nicht gibt.
Zusammenfassung:
Amphibole erkennen Sie am auffälligen Glanz und der
guten Spaltbarkeit.
Die Spaltflächen bilden Winkel von ca. 60° oder
120°, wenn man die Kanten auf den Spaltflächen
in Längsrichtung anschaut.
Die Stelle, an der Sie den Winkel abschätzen, ist diese:

Wenn Sie jetzt noch
nicht genug haben, schauen Sie sich die
Liste der Amphibole
an.
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