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Hyperit


Zusammenfassung     english summary

Herkunft

Hyperite sind schwarze, meist mittelkörnige, magmatische Gesteine, die hauptsächlich aus Pyroxen und Plagioklas bestehen. Ein Teil der Plagioklase bildet schlanke, tafelige Kristalle, die dem Gestein ein Doleritgefüge verleihen („Diabas“). Wegen der dunklen Farbe ist das allerdings nur aus der Nähe erkennbar.
Der Begriff „Hyperit“ sollte nur als traditioneller Name für schwarze Dolerite aus der Protoginzone Südschwedens benutzt werden. Von ihrer Zusammensetzung her sind diese Gesteine Gabbros.

Hyperit
Bild 1: Hyperit als Handstück
Hyperit
Bild 2: Hyperite enthalten kleine Plagioklasleisten,
die als kurze spiegelnde Striche erscheinen.

 

Ausführliche Beschreibung

Der Name „Hyperit“ wurde bereits im 19. Jahrhundert benutzt und zunächst auf verschiedene Gesteine der Gabbrofamilie angewandt. Erst Törnebohm definierte es 1877 genauer[1]. Seitdem bezeichnet „Hyperit“ ein Gestein, das aus sehr dunklem Plagioklas, Augit, mehr oder weniger Enstatit („Hypersthen“) besteht und zusätzlich auch Ilmenit, Olivin und Magnetit enthalten kann. Der eigentlich namensgebende Hypersthen (Enstatit) kommt nur in manchen Hyperiten vor und spielt keine Rolle. Manche Hyperite sind metamorph überprägt und enthalten Amphibole und Granat.

Alle Hyperite enthalten leistenförmige Plagioklase, was wegen der dunklen Farbe und der meist geringen Korngröße (um 2-4 mm) nur aus der Nähe sichtbar ist.

Hyperite bilden eine Vielzahl kleiner, räumlich getrennter Vorkommen, die allesamt in einer Störungszone, der „Protoginzone“, liegen. Diese zieht sich von Süd nach Nord durch Südschweden. Hier drang vor etwa 1 Milliarde Jahren das Hyperitmagma entlang der schon vorhandenen Störungen ein[2], was man noch heute an den länglichen und in Nord-Süd-Richtung ausgerichteten Hyperitvorkommen erkennt. In der geologischen Karte sind nur die großen Vorkommen enthalten (violett), die kleinen fehlen.

Geologische Karte zum Hyperit
Bild 3: Hyperite kommen aus der Protoginzone.
Die Pfeile zeigen auf die Herkunftsorte der abgebildeten Proben.

Obwohl die Störungszone viele Hundert Kilometer lang ist, sehen sich Hyperite aus verschiedenen Vorkommen zum Verwechseln ähnlich.

Ein typischer Hyperit ist mittelkörnig und schwarz. Erst aus der Nähe zeigt sich, dass viele der Plagioklase nur dunkelbraun sind.

Bild 4: Probe vom Immelnsee

Auf frischen Bruchflächen findet man längliche, spiegelnde Feldspäte. Das sind die dünnen, tafeligen Plagioklaskristalle im Querschnitt.

Hyperit
Bild 5: Aus dem Steinbruch Hägghult

Hyperite sind schwarze Dolerite

Die schlanken Plagioklase erkennt man nur bei guter Beleuchtung. Hätte der Feldspat eine so helle Farbe wie in anderen mafischen Gesteinen, dann wären die Hyperite voller kleiner weißer Nadeln. So ein Gefüge mit einzelnen größeren Plagioklasen in einer feinkörnigen Grundmasse nennt man „Dolerit“ (alte Bezeichnung „Diabas“). Da die Plagioklase hier aber sehr dunkel sind, kann man sie auf den ersten Blick kaum vom Pyroxen unterscheiden und deshalb wirken diese Gesteine massig und schwarz.

Vergleicht man verschiedene Vorkommen, so ähneln sich die Gesteine so stark, sodass es nicht möglich ist, Geschiebe von dort einem bestimmten Vorkommen in Schweden zuzuordnen.

Allerdings gibt es Unterschiede in der Färbung. Manche Hyperite enthalten auch etwas hellen Plagioklas, was das Gestein dann dunkelgrau statt schwarz aussehen lässt:

Hyperit
Bild 6: Hyperit aus der Nähe von Barnarp im nördlichen Småland

Einige Hyperite sind grobkörnig mit zentimetergroßen Plagioklasen. So ein Hyperit wurde früher unter anderem bei Romperöd in Småland abgebaut. Das Gelände steht heute unter Schutz, aber die Halde des alten Steinbruchs ist noch zugänglich.

Halde in Romperöd
Bild 7: Halde im Steinbruch Romperöd

Die üppige Halde spricht für die hohen Anforderungen an das verkaufte Gestein.

Hyperit mit großen Feldspäten
Bild 8: Dieser Hyperit ist grobkörnig

Hyperite mit so großen Plagioklaskristallen wurden schon mehrfach als Geschiebe in Norddeutschland gefunden. Deshalb ist es sehr wahrscheinlich, dass neben Romperöd noch weitere grobkörnige Vorkommen existieren.

Hyperit
Bild 9: Spiegelnde Plagioklasleisten

Als Geschiebe erkennt man Hyperite an ihrer schwarzen Farbe und vor allem daran, dass die schlanken Feldspäte Plagioklase sind. Dazu muss man mit der Lupe die typischen Zwillingsstreifen finden:

Plagioklaszwillinge auf den Schmalseiten der Einsprenglinge
Bild 10: Zwillinge sucht man auf den Schmalseiten
(unbeschriftetes Bild)

Metamorphe Hyperite

Ein Teil der Hyperite wurde während der svekonorwegischen Gebirgsbildung (= Grenville) metamorph überprägt. Das war vor etwa 1100 bis 900 Millionen Jahren. Dabei wurde der Pyroxen in Amphibol umgewandelt, sodass aus dem Hyperit ein Amphibolit bzw. ein granatführender Amphibolit wurde. Metamorphe Hyperite können richtungslos massig oder deutlich foliiert, also geschiefert, aussehen.

Im nördlichen Teil der Protoginzone (Pfeil 6) habe ich einige der metamorphen Hyperite beprobt.

Geschieferter, metamorpher Hyperit bei Kristinehamn
Bild 11: Straßenaufschluss im Hyperit

Dieser Straßenaufschluss liegt nordwestlich von Kristinehamn.

Geschieferter, metamorpher Hyperit bei Kristinehamn
Bild 12: Die Schieferung ist überdeutlich

Hyperit im Gelände, nördlich von Kristinehamn

Bild 13: Metamorpher Hyperit

Schon aus der Entfernung sieht man, dass das Gestein nicht schwarz, sondern grau ist. Da sich der Pyroxen in Amphibol umgewandelt hat, gibt es auch neu gebildeten, hellen Plagioklas, der für die etwas hellere Gesteinsfarbe verantwortlich ist. Mit der Lupe findet man außerdem winzig kleine Granate.

metamorpher Hyperit mit Amphibol und Granat
Bild 14: Das Rötlichbraune ist Granat

Ein zweiter metamorpher Hyperit, etwa 3 Kilometer entfernt, enthält ebenfalls reichlich Amphibol und etwas Granat (Bild 15).

metamorpher Hyperit mit Amphibol und Granat
Bild 15: Metamorpher Hyperit bei Kristinehamn

Es scheint, dass die Hyperite nördlich vom Vänernsee zum größten Teil metamorph überprägt sind, denn bei Morthorst[2] sind mehr als die Hälfte aller Proben metamorph (48 von 74 Proben).

Hyperit als Werkstein

Hyperite hatten ihre große Zeit am Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Damals blühte in Südschweden allein im Hyperit eine ganze Steinbruchindustrie. Natürlich wurde überwiegend von Hand gearbeitet, aber für etliche Jahrzehnte gab es Arbeit und ein Auskommen.
Es war vor allem die tiefschwarze Farbe, die den Hyperit begehrt machte. Ein großer Teil wurde als Grabsteine verwendet, die man noch heute auf unseren Friedhöfen findet. Die beiden folgenden Beispiele habe ich auf dem Ohlsdorfer Friedhof in Hamburg fotografiert.

Bild 16: Hyperit als Obelisk
Bild 17: Hyperit als Grabsteintafel

Wer die Augen offen hält, findet ohne Mühe die schwarzen Hyperite vom Ende des 19. und Anfang des 20. Jahrhunderts. Wie alt ein Grabstein ist, sieht man am Sterbedatum der ersten Person. Einige Hyperite wurden als Obelisk gestaltet und fallen besonders auf.
Wenn Sie sich Grabsteine aus der Nähe ansehen, dann bitte mit Rücksicht. Gestaltete und bepflanzte Grabflächen werden grundsätzlich nicht betreten. Von hinten kommt man immer nah genug heran.

Hyperit
Bild 18: Grabstein aus der Nähe
Hyperit
Bild 19: Grabstein-Hyperit mit Granat

Die Beliebtheit der Hyperite hat mit ihrem dunklen Schwarz und ihrer überragenden Härte zu tun. So harte Gesteine lassen sich hervorragend polieren und sind besonders haltbar. Auch die ältesten Hyperit-Grabsteine sehen heute noch frisch aus, was man von anderen Steinen gleichen Alters nicht behaupten kann.

Wie hart diese Gesteine sind, kann man bei einem Besuch in Småland selbst überprüfen. In vielen der alten Steinbrüche gibt es große Halden, da nur ein kleiner Teil des Gesteins den hohen Anforderungen für den Verkauf genügte. Schlägt man von einem Abfallblock ein Stück ab, sind manche hart wie Glas. Eine Schutzbrille ist daher dringend angeraten. Gleichzeitig kann man ahnen, was die Leuten geleistet haben, die dieses widerspenstige Gestein abgebaut und in Form gebracht haben.
Wenn Sie einen der Steinbrüche wie zum Beispiel in Hägghult oder Immeln besuchen, dann hämmern Sie bitte nur weit entfernt von Wegen und Ausstellungsflächen.

Bild 20: Steinbruch bei Immeln

In den Steinbrüchen sieht man dann auch, dass viele Hyperite lange Linsen bilden, die parallel zu den Störungen der Protoginzone liegen. Das zeigt die Form des abgebauten, heute leeren Raums. All das war Hyperit. So ist der See im Steinbruch Immeln 280 m lang, aber nur 40 m breit.

Infotafel in Immeln
Bild 21: Tafel am Steinbruch Immeln
(Die Übersetzung finden Sie am Ende.)

Es gibt keinen schwarzen Granit

Aus damaliger Zeit stammt der unschöne Brauch, Hyperit als „schwarzen Granit“ zu bezeichnen. Das ist falsch, denn es gibt keinen schwarzen Granit. Man muss zugeben, dass das in den Ausstellungen vor Ort auch deutlich gesagt wird, aber trotzdem geistert „schwarzer Granit“ noch immer durch die Welt.
Sehr dunkle Gesteine enthalten grundsätzlich weder nennenswert Quarz noch Alkalifeldspat, die aber für einen richtigen Granit unverzichtbar sind. Schwarze Werksteine sind immer Gabbros, Norite oder Nephelinite, gelegentlich auch Anorthosit, aber niemals Granit.
Der Handel redet von „Granit“, um Haltbarkeit und Beständigkeit zu signalisieren. Leider auch dann, wenn das Gestein überhaupt nichts mit Granit zu tun hat. Aus diesem Grund muss der Verkäufer dem Kunden auch den korrekten geologischen Namen des Gesteins nennen. Diesen Namen sollte man recherchieren und darauf achten, dass das Gestein frei von Foiden ist, denn die sind nicht säurefest. Man kann foidhaltige Gesteine nicht mit jedem Putzmittel reinigen und eine Politur wird im Freien relativ schnell stumpf.

Geschiebe

Hyperite gibt es hin und wieder als Glazialgeschiebe in Norddeutschland. Wenn der Hyperit nicht metamorph überprägt ist, kann man ihn recht einfach erkennen. Vor allem dann, wenn er größere Plagioklaseinsprenglinge enthält, denn man muss nur die schmalen, spiegelnden Kristalle nach der Zwillingsstreifung absuchen. Findet man die und ist das Gestein ansonsten schwarz und hat ein fein- bis mittelkörniges, richtungsloses Gefüge, dann kann man es verlässlich als Hyperit ansprechen. Es sind außerhalb der Protoginzone keine ähnlichen Gesteine im Baltischen Schild bekannt. (Dazu benötigen Sie eine gute Lupe und müssen die Plagioklaszwillinge selbst gesehen haben.)

Bild 22 zeigt so ein Geschiebe, das zwar keiner der Anstehendproben hier gleicht, aber trotzdem ganz sicher ein Hyperit ist. Auf der Außenseite fallen große dunkle Kristalle auf, die bei günstigem Lichteinfall spiegeln. Schwarze Minerale können Pyroxen, Amphibole oder Biotit sein – oder der Plagioklas in einem Hyperit.

glacial erratic
Bild 22: Geschiebe von der Ostsee

Nachdem ein Stück vom Stein abgeschlagen wurde, zeigen sich auf der Bruchfläche intensive spiegelnde Spaltflächen.

Hyperit
Bild 23: Bruchfläche mit spiegelnden Feldspäten

Mit der Lupe findet man die charakteristischen Plagioklaszwillinge. Damit ist das schwarze Mineral Plagioklas und dann kann das Gestein nur ein Hyperit sein.

plagioclase phenocryst with twinnings
Bild 24: Zwillingsstreifen (Plagioklas)

Manche Hyperite enthalten Magnetit. Ob und wie viel Magnetit in diesen Gesteinen steckt, scheint regellos zu sein und ist nicht an bestimmte Vorkommen gebunden.

Metamorphe Hyperite sind nur allgemein als Amphibolite bestimmbar. Die Vorgeschichte als Hyperit ist nur im Gelände erkennbar, also an ihrer Lage innerhalb der Protoginzone.

Übersetzungen:

Am Steinbruch in Immeln gab es 2007 mehrere Informationstafeln. Elke Figaj hat zwei davon aus dem Schwedischen übersetzt. Zuerst die Tafel aus Bild 21:

SCHWARZER GRANIT - eine Ausstellung

Schwarzen Granit gibt es eigentlich nicht. Das war ein volkstümlicher Name und außerdem der Handelsname für den schwarzen Diabas, der in über hundert Jahren in dem Gebiet rund um Immeln abgebaut wurde.
Der erste Diabas-Steinbruch wurde im Jahre 1890 in Gedenryd, gleich südlich des Ortes Immeln eröffnet. Die Epoche des Gesteinsabbaus, die dann über 60 Jahre folgte, hat verständlicherweise viel für das Wachstum und die Weiterentwicklung des Ortes Immeln bedeutet.
In unserer Ausstellung, die in dem alten Wasserturm gleich neben Immelns Wanderheim eingerichtet wurde, zeigen wir, wie der Diabas vor mehr als tausend Millionen Jahren gebildet wurde, wie das Steinbrechen begann, wie man im Steinbruch arbeitete und wie sich das alles auf das kleine Dorf Immeln auswirkte.
Du kannst auch Proben von anderen Steinen aus dem Gebiet sehen, zusammen mit einigen Gegenständen aus Diabas.

Eine zweite Tafel ist ausführlicher:

Gedenryds Steinbruch
eröffnet am 23. März 1890 und aufgegeben 1962
Der Steinbruch ist ca. 280 m lang, 40 m breit und 45 m tief.

Vor 1-1,5 Milliarden wurde das Gebiet von gewaltigen Erdbeben erschüttert. Das Urgebirge riss auf und die Spalten wurden durch glühendes Magma gefüllt. Die Vulkanmasse erstarrte in den Gängen nahe der Erdoberfläche und die Gesteinsart Diabas entstand. „Gewöhnlicher“ Diabas ist schwarz bis grau mit weißen Einschlüssen und wurde u.a. als Schotter angewendet.
Der Diabas um Immeln herum ist schwarz und hat eine gleichmäßige Struktur. Er heißt Hyperitdiabas. Im Handel trägt er den Namen: Schwarzer Granit.

Hyperitdiabas kommt in Gängen oder Platten vom nordöstlichen Schonen durch Smaland und Östergötland bis nach Värmland vor. Er zieht sich weiter hinein nach Norwegen, über den Atlantik und taucht in Nordamerika auf. Eine Ader mit gleicher Zusammensetzung über die gesamte Strecke geht von Femlingehult-Hunshult-Tostaboda-Gylsboda-Rageboda-Björkhult-Ebbarp- IMMELN-Myren-Röetved-Raby-Balsberget. Die Ader ist dunkel oder schwarz mit kohleartigen Flecken.

Die handwerkliche Bearbeitung erforderte viele Leute und so viele Fachleute gab es nicht im Ort. Steinmetz-Arbeiter wurden von weit her angeworben, u.a. aus Halland, Bohuslän und Västergötland. Das brachte eine große Umwälzung für den Ort mit sich. Schnell lernte die Lokalbevölkerung ebenfalls die Steinbearbeitung. Um 1890 arbeitete man 12 Stunden pro Tag. Der Stundenlohn betrug 10-15 Öre. Eine Familie zu versorgen, war schwer für einen Steinmetz. Besser gestellt waren Kätner, deren Frauen die Feldarbeit besorgten, während die Männer im Steinbruch arbeiteten. Um die Jahrhundertwende gab es mindestens 300 Steinmetze in den Immelner Bergen.
Bis 1908 wurden die Steinblöcke von handbetriebenen Kränen mittels einer Winde aus dem Steinbruch hochgehoben. Oben warteten die Pferdefuhrwerke, die die manchmal ziemlich großen Granitblöcke nach Immeln befördern sollten, eine Fahrt, die vom Steinbruch bis zum Ziel um die 10 km lang sein konnte. Die Steinblöcke wurden auf Wagen transportiert, die speziell dafür gebaut waren: Pferdefuhrwerke aus starken Eichenpfählen mit 2 m hohen Eichenrädern, die mit Eisenringen von 6 x 1,5 Zoll dickem Eisen beschlagen wurden. Man brauchte drei Schmiede, um die Arbeit zu schaffen; nämlich einen Ring zusammenzufügen, ihn aufzuwärmen und diesen dann auf das Rad zu legen. Die Wagen wurden im Zweier-, Dreier- oder Vierergespann von kräftigen Pferden gezogen. Es gab Steinblöcke, für die man 10-12 Pferde brauchte, um sie fortzubewegen.

Die gewaltig großen Halden von Abfallsteinen, die sich rund um den Steinbruch befinden, beruhen auf den hohen Qualitätsansprüchen, die man an das Produkt stellte. Nur 2-3 % der gebrochenen Steine wurden verwendet, der Rest wurde ausgemustert. Der gleiche Qualitätsanspruch gilt auch heute.

 

Literatur

[1] MORTHORST J R, ZECK H P, LUNDEGÅRDH P H: The Proterozoic Hyperites in Southern Värmland Western Sweden, UPPSALA 1983, SGU, Serie Ba, Nr. 30

[2] HJELMQVIST, Sven: The Titaniferous iron-ore deposit of Taberg in the south of Sweden, Stockholm 1050, SGU, Ser. C, Nr. 512

Herkunft der Proben

Bild 1, 4, Ostufer des Immelnsees: N56.26601 E14.36176 (Pfeil 2 in der Karte)
Bild 2, 20, Steinbruch südlich Immeln (Jedenryd): N56.19890 E14.22943 (Pfeil 1 in der Karte)
Bild 5, Steinbruch Hägghult: N56.39798 E14.25131 (Pfeil 4 in der Karte)
Bild 6, Steinbruch Ubbarp: N57.69164 E14.21083 (Pfeil 5 in der Karte)
Bild 7-19, Steinbruch Romperöd: N56.33767 E14.13178 (Pfeil 3 in der Karte)
Bild 11-13 Straßenaufschluss bei Kathrineholm: N59.36120 E14.03252 (Pfeil 2 in der Karte)
Bild 14 Straßenaufschluss: N59.35696 E14.05800 (Pfeil 6 in der Karte)
Bild 15 Straßenaufschluss: N59.36973 E14.01244 (Pfeil 6 in der Karte)

 

 

Druckfassung (PDF)

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english   Hyperite

Hyperites are black, mostly medium grained, magmatic rocks, which consist mainly of pyroxene and plagioclase. A part of the plagioclase forms slender, tabular crystals. Therefore these rocks are dolerites ("diabases"). Because of their dark colour, this can only be seen up close.
The term "hyperite" should only be used as a traditional name for black dolerites from the Protogin Zone in southern Sweden. These rocks are gabbros in composition.
Picture 1: Hyperite as specimen
Picture 2: Hyperites contain small plagioclase laths, which appear as short reflecting lines.

Description

The name "hyperite" was already used in the 19th century and initially applied to various rocks of the gabbro family. Törnebohm defined it more precisely in 1877[1]. Since then, "hyperite" has been used to describe a rock that consists of very dark plagioclase, augite, more or less enstatite ("hypersthene") and can also contain ilmenite, olivine and magnetite. Hypersthene (Enstatite) only occurs in some hyperites and is not important. Some hyperites are metamorphically overprinted and contain amphibole and garnet.
Hyperites form a lot of small, spatially separated occurrences, which all lie in a fault zone ("Protogin Zone"). This zone runs from south to north through southern Sweden. About 1 billion years ago hyperitic magma rose here along the existing faults. Therefore many intrusions are elongated and oriented in north-south direction.
In the geological map only the large deposits are included, the small ones are missing.
Picture 3: Hyperites come from the protogin zone. The arrows point to the places of origin of the samples shown.

Although the fault zone is many hundreds of kilometres long, hyperites from different deposits look the same. A typical hyperite is medium grained and black. Only up close one can see that many of the plagioclase are in fact dark brown.

Picture 4: sample from the Immelnsee lake
Picture 5: from the Hägghult quarry
Each hyperite shows elongated, reflecting feldspars on a fresh fracture surface. These are the thin, tabular plagioclase crystals in cross section. Therefore hyperites are black dolerites.
If one compares different occurrences, they are partly very similar, so that it is not possible to assign hyperite boulders to a certain occurrence in Sweden.
Picture 6: Hyperite from near Barnarp in northern Småland
However, there are differences in the colouring. Some hyperites contain a little light plagioclase, which gives the rock a dark grey colour.

Some hyperites are coarse-grained with plagioclases of centimetre size. Such a hyperite was formerly mined at Romperöd in Småland. The area is now under protection, but the dump of the old quarry is still accessible.
Picture 7: Dump at Romperöd quarry
Picture 8: This hyperite is coarse-grained
The large stockpile speaks for the high demands on the rock sold.
Hyperites with such large plagioclase crystals have been found several times as erratics in Northern Germany. It is therefore very likely that there are other coarse-grained deposits besides Romperöd. As erratics, hyperites can be recognised by their black colour. Furthermore the slender feldspars must be plagioclase. Therefore you have to find the typical twin stripes with a magnifying glass (picture 10).
Picture 9: reflecting plagioclase stripes
Picture 10: twins can be found on the narrow sides of the phenocrysts.

Metamorphic Hyperite

A part of the hyperites was metamorphosed during the Svekonorwegian orogeny (= Grenville). This was about 1100 to 900 million years ago. During this process the pyroxene was transformed into amphibol, so that the hyperite became an amphibolite or a garnet-bearing amphibolite. Metamorphic hyperites can be directionless massive or foliated, i.e. slated. In the northern part of the protogin Zone (arrow 6) I have sampled some of the metamorphic hyperites.
Picture 11: Road exposure in the hyperite
Picture 12: The schistosity is clearly visible
This road outcrop lies northwest of Kristinehamn. Even from a distance you can see that the rock is not black but grey. As the pyroxene has transformed into amphibole, there are newly formed, light plagioclase. This is responsible for the lighter colour of the rock. With a magnifying glass you can also find tiny little garnets.
Picture 13: Metamorphic hyperite
Picture 14: The reddish brown is garnet
A second metamorphic hyperite, about 3 km away, also contains abundant amphibole and some garnet (picture 15). Picture 15: Metamorphic hyperite at Kristinehamn
It seems that the hyperites north of Lake Vänern are to a considerable extent metamorphic, because according to Morthorst[2] more than half of all samples are metamorphic (48 of 74).

Hyperite as tombstone

Hyperites had their great time at the end of the 19th and beginning of the 20th century. At that time there was a whole quarry industry in southern Sweden in Hyperite alone. Of course, most of the work was done by hand, but for several decades there was work and a livelihood, even if often poorly paid. It was mainly the deep black colour that made hyperite so desirable. A large part was used as a tombstone, which can still be found in cemeteries today. The following two examples I photographed at the Ohlsdorf cemetery in Hamburg.
Picture 16: Hyperite as obelisk
Picture 17: Hyperite as gravestone
It is easy to find the black hyperites from the 19th and beginning of the 20th century. How old a gravestone is, can be seen on the date of death of the first person. Some hyperites were designed as obelisk.
Picture 18: Gravestone from close up
Picture 19: Gravestone hyperite with garnet

The popularity of Hyperite has to do with its dark black and its outstanding hardness. Such hard stones are excellent for polishing and are particularly durable. Even the oldest hyperite gravestones still look fresh today, which cannot be said of other stones of the same age.

How hard hyperite is, you can test for yourself when you visit Småland. In many of the old quarries there are large stockpiles. If you knock off a piece of a waste block, some are as hard as glass. Safety glasses are urgently needed. And you can get an impression how hard the work must have been in the past.
If you visit one of the quarries, for example in Hägghult or Immeln, please hammer away from paths and exhibition areas.
Picture 20: Quarry at Immeln
Picture 21: Information table at the Immeln quarry
In the quarries you can also see that many hyperites are long lenses that lie parallel to the faults of the Protogin Zone. This shows the shape of the quarried, now empty space. All this was hyperite. For example, the lake in the Immeln quarry (picture 20) is 280 m long, but only 40 m wide.

There is no black granite

From that time comes the unpleasant custom to call hyperite "black granite".This is wrong, because there is no such thing as black granite. One has to admit that this is also clearly stated in the exhibitions on site. Nevertheless "black granite" is still used.
Very dark rocks contain neither quartz nor alkali feldspar worth mentioning. But these are essential for a granite. Black stones are always gabbros, norites or nephelinites, occasionally also anorthosites, but never granites.
Rock dealers speaks of "granite" to signal durability and resistance. Unfortunately, even if the stone has nothing to do with granite at all. For this reason a stone dealer in Germany must also tell the customer the correct geological name of the stone. This name should be researched and it should be ensured that the stone is free of foids. Foids are not acid resistant. It is not possible to clean rocks containing foids with every cleaning agent and a polish will become dull relatively quickly outdoors.

Glacial erratics

Hyperite can be found as glacial erratics in Northern Germany. Not often, but every now and then you can find some. If it is not metamorphically overprinted, a hyperite can be recognized quite easily. Especially if it contains larger plagioclase phenocrysts. You only have to search the narrow reflecting crystals for the typical plagioclas twins. If you find them and the rock is otherwise black and fine- to medium-grained, you can determine it as hyperite. There are no known similar rocks in the Baltic Shield outside the Protogine Zone. (Without a magnifying glass and without having seen the plagioclase twins themselves, of course this is not possible).

Picture 22 shows such an erratic, which is not similar to any of the samples shown here, but is definitely a hyperite. Large dark crystals are visible on the outside, which reflect in the light. Black minerals can be pyroxene, amphiboles, biotite – or the plagioclase in a hyperite. After a piece of the stone has been cut off, intensive reflecting cleavage surfaces appear.
Picture 22: Erratic from the Baltic Sea
Picture 23: Fracture surface with reflecting feldspars
Picture 24: Twin stripes (plagioclase)

With the magnifying glass you can immediately recognise the characteristic plagioclase twins. So the black mineral is plagioclase and then the rock can only be a hyperite.

Some hyperites contain magnetite. Whether and how much magnetite is contained in these rocks seems to be random and is not bound to certain deposits.

Metamorphic hyperites can only be determined generally as amphibolites. The prehistory as hyperite is only recognizable in the terrain, i.e. by its location within the Protogine Zone.

Literature

1] MORTHORST J R, ZECK H P, LUNDEGÅRDH P H: The Proterozoic Hyperites in Southern Värmland Western Sweden, UPPSALA 1983, SGU, Series Ba, No. 30

2] HJELMQVIST, Sven: The Titaniferous iron-ore deposit of Taberg in the south of Sweden Stockholm 1050, SGU, Ser. C, No. 512

Origin of the samples

Picture 1, 4, eastern shore of the Immelnsee: N56.26601 E14.36176 (arrow 2 in the map)
Picture 2, 20, Quarry south of Immeln (Jedenryd): N56.19890 E14.22943 (arrow 1 in the map)
Picture 5, Hägghult quarry: N56.39798 E14.25131 (arrow 4 in the map)
Picture 6, Ubbarp quarry: N57.69164 E14.21083 (arrow 5 on the map)
Picture 7-19, Romperöd Quarry: N56.33767 E14.13178 (arrow 3 in the map)
Picture 11-13 Road outcrop near Kathrineholm: N59.36120 E14.03252 (arrow 2 on the map)
Picture 14 Street exposure: N59.35696 E14.05800 (arrow 6 in the map)
Picture 15 Street outline: N59.36973 E14.01244 (arrow 6 in the map)

 

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