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Zu den Porphyren aus Dalarna:

Die 25 Beschreibungen enthalten in knapper Form Angaben zum Mineralbestand sowie zum Gefüge. Alle Steine sind naß fotografiert worden. Sie alle sind Nahgeschiebe aus Dalarna und stammen aus der Kiesgrube "Hellkvist Grus", die am Südrand von Dalarna in Schweden liegt.


Die Proben sind so ausgewählt, daß die Vielfalt der Porphyre in Dalarna erkennbar wird.
Die meisten dieser Porphyre zeichnen sich durch gut entwickelte Einsprenglinge aus. Damit ist ein Kriterium zur Unterscheidung gegenüber den Porphyren aus Småland genannt.
Die Einsprenglinge (= Feldspatkristalle) sind in den Gesteinen aus Dalarna häufig besser entwickelt und zeigen oft, aber nicht immer, idiomorphe Umrisse. Auch zerbrochene Kristalle sind regelmäßig zu finden, jedoch kaum verformte oder ausgelängte Feldspäte: Die Porphyre aus Dalarna zeigen in der Regel keine Deformationen im Gefüge.
Die Smålandporphyre dagegen sind zu großen Teilen metamorph überprägt und haben meist (aber nicht immer!) deutlich erkennbar deformierte Gefüge, in denen die einzelnen Bestandteile gestreckt sind. Insbesondere die Streifungen sind in den metamorphen Gesteinen deutlich gestrafft und mehr gerade. Sie sind aus der Verformung des Gesteins durch Scherbewegung hervorgegangen und keine Flammen (= Schlieren). Diese Unterscheidung zwischen Dalarna und Småland ist im großen und ganzen zutreffend, es gibt aber auch etliche Ausnahmen. Nicht jeder Porphyr aus Småland ist deformiert, wie man beim Emarp-Porphyr oder bei der Gruppe der Påskallavik-Porphyre sehen kann. In diesen Gesteinen sind aber wiederum die Alkalifeldspäte meist gerundet, was in Dalarna so nicht vorkommt.

Bei der Unterscheidung von Ignimbriten und Gneisen ist genaues Hinschauen mit einer Lupe unbedingt nötig. Nicht selten werden stark deformierte Gesteine mit dünn ausgewalzten Streifen vorschnell zu Ignimbriten erklärt. Schauen Sie die Einsprenglinge und das umgebende Material genau an!
Der Unterschied zwischen einem Gefüge, das ausschließlich durch Ablagerung entstanden ist (Ignimbrit) und einem deformierten (Gneis) ist um die Einsprenglinge herum am besten zu erkennen. In einem Ignimbrit liegen die Schlieren um die Einsprenglinge herum, ohne diese zu beschädigen. In Gneisen dagegen sind die Einsprenglinge verformt. Es gibt seitlich ausgeschwänzte Feldspataugen und die Grundmasse wirkt um die Einsprenglinge herum unsauber "verschmiert".
Die Abgrenzung deformierter Gesteine von Ignimbriten kann im Einzelfall schwierig oder unmöglich sein - auch mit Lupe.

Zu den Mineralbeständen:
In vielen Beschreibungen hier mache ich Aussagen zu den Feldspäten. Alle diese Angaben sind Annahmen, die auf der makroskopischen Bestimmung fußen. Die Bestimmungen sind zwar nicht aus der Luft gegriffen, können aber im Einzelfall dennoch korrekturbedürftig sein.
Es gibt in Vulkaniten der Rhyolithgruppe (und
das sind hier alle bis auf den Diabas Nr. 8) einen sich oft wiederholenden, typischen Mineralbestand: Die größeren, also früher ausgeschiedenen Einsprenglinge sind meist die Alkalifeldspäte, welche oft kräftiger gefärbt sind als die Plagioklase.
Die Plagioklase wiederum sind überwiegend blasser und oft grau bis hellweißlich, schmutziggelb oder grünlich. Die im Kern beginnende Grünfärbung durch Alteration ist für die Plagioklase typisch und ein verläßliches Merkmal.

Nehmen Sie daher die Beschreibungen hier cum grano salis.
Meine Absicht ist es, durch das Zeigen verschiedenster Gesteine, deren Herkunft aus Dalarna sicher ist, die gemeinsamen Merkmale einer ganzen Provinz zu betonen und nicht so sehr einzelne, präzise definierte Leitgeschiebe zu präsentieren. Die Zuordnung von Porphyren zu fest umrissenen Herkunftsgebieten ist zwar manchmal wirklich genau möglich, oft ist aber besser, die Herkunft etwas unschärfer zu fassen und damit keine Präzision vorzugeben, die gar nicht erreichbar ist.
Weitere wichtige Porphyre finden Sie bei den Gesteinen aus Dalarna.
Die Auswahl dort wird in Zukunft weiter ausgebaut.