Porphyre aus Dalarna:  
   
 
Nr. 19:
Dieser Porphyr ähnelt scheinbar dem nächsten (Nr. 22), zeigt aber bei genauem Vergleich einige Unterschiede. Der wichtigste ist: diese Porphyr enthält reichlich Quarz. Im Bild zeigen die weißen Pfeile auf einige der gerundeten Quarzkörner. Dieses Gestein könnte aus dem Gebiet um Särna (im Nordwesten von Dalarna) kommen und wäre dann einer der Särna-Quarzporhyre. So richtig ähnlich sieht er diesen meiner Meinung nach aber nicht. Es könnte gut sein, daß dieses Exemplar hier aus dem südlicheren Vulkanitgebiet in Dalarna kommt und trotzdem Quarz führt.
    
Neben dem Quarz fallen in Nr. 19 noch mehrere Xenolithe (Fremdgesteinsbruchstücke) auf.
In der Bildmitte unten ist einer, ebenso rechts unten. An letzterem kann man sehr schön sehen, wie sich die Kristalle der Grundmasse um das Porphyrbruchstück herumlegen. So ein Detail zeigt, daß der Xenolith bereits fest war, als er zusammen mit der kristallführenden Vulkanasche abgelagert wurde.
  
Die Feldspäte zeigen zwei Färbungen. Die etwas größeren mit dem rötlichen Farbton sind gewiß die Alkalifeldspäte. Die kleineren, fast weißen könnten ebenfalls Alkalifeldspäte sein. Auszuschließen ist aber nicht, daß es sich um Plagioklase handelt. Sie zeigen zwar keine Alterationsverfärbung, allerdings muß es auch nicht in jedem Porphyr zur Vergrünung der Plagioklase kommen. Ein Zerbrechen des Steins könnte Aufschluß geben. Sofern man dann polysynthetische Verzwilligungen auf den Spaltflächen der weißen Einsprenglingen fände, wären diese die Plagioklase.
Dazu ist mir aber dieses kleine Stück zu schade und so bleibt die Frage nach dem Status der weißen Einsprenglinge offen.


(Anmerkungen zu den Beschreibungen.)