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Åland-Quarzporphyr: | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Ein leicht zu erkennendes Gestein von roter oder rotbrauner Farbe. Das Gefüge enthält gerundete Quarze und viele hellrötliche bis fleischfarbene Alkalifeldspäte. Die Grundmasse ist dicht, d.h. sie ist auch unter der Lupe nicht in einzelne Mineralkörner auflösbar. (Im Gegensatz dazu der Granitporphyr, dessen Grundmasse körnig ist.) Die Farbe der Quarze ist grau und nicht ganz so dunkel, wie bei den meisten Ålandgesteinen. Sie sind überwiegend gerundet, einige sind zerbrochen. Ihre Größe beträgt etwa 2- 8 mm. Sie zeigen typische Korrosionserscheinungen, d.h. die Kristalle wurden nachträglich wieder angelöst. Im Querschnitt sind Löcher bzw. schlauchförmige Einbuchtungen zu erkennen, die mit der Grundmasse gefüllt sind. Im Anstehenden auf Åland ist der abgebildete Quarzporphyr ausgesprochen rar. Genauer gesagt: Man findet fast nichts davon. Im Ort Gölby gibt es einen Aufschluß und im Westen der Hauptinsel ebenfalls, wobei letzterer winzig ist. Gemessen an der Häufigkeit dieser Gesteine im Geschiebe ist das aber viel zu wenig. Es stellt sich daher die Frage, ob wirklich alle roten Quarzporphyre, die unter "Åland" geführt werden, von dort stammen. Es wäre natürlich möglich, daß die Gletscher während der Vereisungen das allermeiste des Anstehenden abgeräumt und in Richtung Süden verteilt haben. Aber ich neige mehr zu der Annahme, daß es wohl weitere, sehr ähnliche Vorkommen gibt, deren Lage nicht bekannt ist. Das abgebildete Handstück stammt von Gölby, nördlich Mariehamn (Nr. 71 auf der Åland-Karte). Polierte Fläche. | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Ausschnitt: | |||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Hier unterhalb noch eine Nahaufnahme, die die Korrosion der Quarze zeigt: Die Einbuchtungen und Schläuche (Pfeile) entstanden durch Anlösung der Quarze, d.h. einer beginnenden Aufschmelzung des Minerals. Ursache war vermutlich der Aufstieg des Magmas, in dem sich die ersten Kristalle gebildet hatten. Die Druckentlastung führte zur Erniedrigung des Schmelzpunktes und damit zum Wiederaufschmelzen. Die noch flüssige Grundmasse drang in die sich bildenden Öffnungen im Quarz ein. In diesem Zustand erstarrte das Gestein. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Das letzte Bild zeigt einen Ausschnitt aus einem Quarzporphyr, der ebenfalls aus Gölby auf Åland stammt. Die Probe enthält einen feinkörnigen hellen Gang (oben angeschnitten). Auf diesem Bild kann man die Reihenfolge erkennen, in der die beteiligten Gesteine erstarrten. Der oben im Bild befindliche Gang ist jünger als der Quarzporphyr unten. Wieso das? Im Quarzporphyr findet man zerbrochen Quarze (Pfeile), die beim Aufreißen der Spalte geteilt wurden. Daher muß das obere Gestein jünger sein. | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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