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Karte des Åland-Archipels:
Åland nimmt in mancher Hinsicht eine Sonderstellung ein.
Es gehört zu Finnland, hat aber einen politischen Sonderstatus und lehnt sich kulturell und sprachlich an Schweden an.
 
Auch geologisch fällt Åland auf.
Fast alle Gesteine gehören dort zum Rapakiwipluton. Sie zeigen eine große Bandbreite verschiedener Gefüge, sind aber wegen ihrer typischen Merkmale - insbesondere die braunrote Farbe und die graphischen Verwachsungen - gut zu identifizieren.
Das Anstehende ist vielgestaltig. Die Karte hier zeigt nur die Ausdehnung, nicht aber die Verteilung der verschiedenen Gefüge innerhalb der Fläche.
Ganz allgemein läßt sich sagen, daß die kleinkörnigeren Gesteine (Granitporphyre und Aplitgranite) eher im Süden der Hauptinsel anzutreffen sind und daß die mehr groben Gefüge in Richtung auf die Mitte des gesamten Massivs hin auftreten. Das ist aber nur eine allgemeine Tendenz. Die verschiedenen Gesteine sind im einzelnen sehr ungleichmäßig angeordnet.

 

Das Anstehende wird von drei Gefügetypen dominiert: Dem gewöhnlichen Åland-Granit (mittelkörnig, keine Ovoide), dem Granitporphyr und dem Åland-Rapakiwi.
Weiterhin finden sich in nennenswerter Menge die feinkörnigen Aplitgranite.
Echte Quarzporphyre mit dichter Grundmasse sind nur sehr spärlich vorhanden und auf Åland seltener als im Geschiebe.
Es ist sehr wahrscheinlich, daß es weitere Vorkommen von Quarzporphyren außerhalb Ålands gibt, die nicht bekannt sind und fälschlicherweise dieser Inselgruppe zugeschlagen werden.
Weitere Gesteinstypen sind porphyrischer Granit, gleichkörnige Granite und Mischformen zwischen allen genannten Gruppen. Auch Prick-Granit soll an einigen wenigen Stellen vorkommen. Alle diese Varianten gehören zum ┼landpluton und damit zu den Rapakiwis.
An einer einzigen, sehr kleinen Stelle gibt es ein Rapakiwigestein vulkanischen Ursprungs - einen Ignimbrit. Dabei handelt es sich um den einzigen Vulkanit in einem skandinavischen Rapakiwivorkommen, wenn man von der Insel Hogland absieht, die in Rußland liegt.
 
Die Gesteine von Åland sind im Glazialgeschiebe Mitteleuropas großflächig anzutreffen. Sie sind hervorragende und auffällige Leitgeschiebe.
 
Auf der Karte sind nur die wichtigsten Inseln von Åland eingetragen. Die kleineren wurden weggelassen. Die Ausdehnung der Granitplutone unter Wasser ist durch Punkte angedeutet.
Zusätzlich sind die Granitintrusionen von Lemland, Mosshage und Seglinge angedeutet. Sie sind älter und werden nicht zum Rapakiwi gerechnet. Die vierte Intrusion, die von Åva, liegt im Nordosten außerhalb des Kartenausschnittes.