| |
Es gibt bestimmte Mineralkombinationen, die in der Natur
nicht vorkommen.
Exemplarisch seien hier
zwei genannt: Olivin-Quarz und Foide-Quarz.Der Grund ist folgender: Olivin bildet sich ebenso
wie ein Feldspatvertreter (Foid) nur dann, wenn in der magmatischen Schmelze eine
Untersättigung an Silizium herrscht. Wäre noch Silizium (bzw.
Siliziumdioxid, SiO2) vorhanden, so würde
im Falle des Olivins eine Reaktion einsetzte, die zu einem Orthopyroxen
führt.
Genauer gesagt: Eine der beiden Komponenten, aus denen Olivin besteht,
nämlich Forsterit (Mg2SiO4)
würde mit freiem SiO2 zu Enstatit (Mg2Si2O6)
reagieren.
Die zweite Komponente, aus der sich Olivin
zusammensetzt - Fayalit - kann neben Quarz koexistieren.
Gesteine, die Fayalit und Quarz enthalten, sind allerdings sehr selten.
Für den üblichen Olivin, der in Basalten hin und wieder gefunden wird, gilt
die obige Regel ("nie mit Quarz") ohne Einschränkung.
Analog liegt der Fall bei den Foiden, den
Feldspatvertretern. Sie entstehen erst dann, wenn bei der Feldspatbildung
das SiO2 zur Neige geht. Von dem Moment an, ab dem in
einer Schmelze ein Mangel an Silizium herrscht, werden statt der Feldspäte
die Foide gebildet. Daher treten beide, Foide und Quarz (SiO2)
nicht zusammen auf.
Im Gestein sichtbarer Quarz ist ein Zeichen für SiO2-Überschuß.
Foide aber sind ein Zeichen für SiO2 -Mangel.
Foidführende Gesteine sind wegen des meist hohen Feldspatanteils in der
Regel hell. Auch
sie sind nicht eben häufig zu finden.
|