Einführung in die Gesteinsbestimmung:
(Teil 1)
Voraussetzungen und Hilfsmittel:
Eine Lupe ist unverzichtbar, sie
sollte 10fach vergrößern. Sparen Sie hier nicht an der Qualität, es wäre
die falsche Stelle.
Ein Hammer ist das nächste wichtige Werkzeug.
Nehmen Sie möglichst einen Geologenhammer. Die Qualität ist deutlich
besser. Sie benötigen einen Hammer, weil Sie für die Mineralbestimmung
eine frische Bruchfläche brauchen.
Weiterhin ist 10 %ige Salzsäure nützlich, die man am besten in einer
Pipettenflasche aufbewahrt. Solche Flaschen gibt es in jeder Apotheke.
Gelegentlich muß die Härte von Mineralen bestimmt werden. Dazu kann ein
gutes Taschenmesser oder eine Spitze aus gehärtetem Stahl benutzt
werden. Eine Reißnadel, die im Werkzeughandel wenig kostet, tut dabei
gute Dienste.
Grundsätzliche Vorgehensweise:
Jede Gesteinsbestimmung erfolgt in zwei
Schritten:
Erstens: Sie schauen sich das Gefüge an, also die
Anordnung der Minerale. Daraus leitet sich
eine Vermutung ab, was für einen Typ Gestein Sie vor sich haben.
Es gibt magmatische, metamorphe und sedimentäre Gesteine.
Zweitens: Sie bestimmen die Minerale, soweit möglich. Das mit Abstand wichtigste Hilfsmittel
dafür ist die Lupe. Dazu kommt die Salzsäure und ein harter Stahlstift
für eine Ritzprobe.Die Bestimmung der Minerale erfolgt ebenfalls nach einem Schema.
Die erste und wichtigste Frage ist: Gibt es Quarz?
Die Anwesenheit (oder das Fehlen) von Quarz läßt bestimmte andere
Minerale erwarten und schließt einige andere aus. Auch ist damit eine
Vorauswahl getroffen, welches Gestein Sie vor sich haben können.
Die nächste Frage ist: Gibt es
Feldspäte? Wie viele verschiedene? Welche sind es?
Oft läßt sich danach bereits eine vorläufige Bestimmung treffen.
Zusätzlich werden dann noch die dunklen und andere Minerale bestimmt,
sofern vorhanden.
Im Folgenden werden die eben genannten Schritte im Detail erläutert und durch Bilder ergänzt.